Ausstellung

Heute 16. Sep 2016 – 31. Mai 2017

Am Fluss / At the River

Ort: Kunsthaus Dresden, Societaetstheater, Theaterplatz, Alaunpark, Jorge-Gomondai-Platz, TU Dresden, Kulturrathaus

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  • Lifeboat von Plastique Fantastique auf dem Theaterplatz, Dresden, Foto: David Brandt
    Lifeboat von Plastique Fantastique auf dem Theaterplatz, Dresden, Foto: David Brandt
  • Thomas Kilpper: Leuchtturm für Lampedusa. Foto: David Brandt
    Thomas Kilpper: Leuchtturm für Lampedusa. Foto: David Brandt

Kunst, Theater, Konzerte, Performances, Gespräche und Workshops zu Kulturen des Ankommens

Jakob Brossmann, Dr. Naime Cakir, Vienne Chan, cine|divers, cine|lokal, constructLab, Cooking Action Dresden, Svea Duwe, Elixir, Cie. Freaks und Fremde, Ruggero Gabbai, Leon Geller, Tord Gustavsen & Simi Tander, Manaf Halbouni, Prof. Maria Häusl, Hello Piedpiper, Prof. Dr. Christian Joppke, Susanne Keichel, Thomas Kilpper, Hillel Kogan, Napuli Paul Langa, Livelyrix, Masaa, Anton Matzke, Akua Naru, Asli Özarslan, Plastique Fantastique und Hadmut Bittiger, Prof. Karl-Siegbert Rehberg, Prof. Prof. Dorothee Röseberg, Sabotanic Garden, Doug Saunders, Mekdes W. Shebeta, Carmen Souza & Band, Klaus Täschner, the guts company, Theater La Lune, Marcus Vetter, Prof. Hans Vorländer, Claire Waffel, Ina Weise, Svenja Wichmann

Weggehen wollen, weggehen müssen, ankommen, abgewiesen werden, sich einleben – das sind die Themen dieses in Dresden entwickelten Projektes, denn noch nie waren so viele Menschen weltweit in Bewegung wie heute.
AM FLUSS / AT THE RIVER lädt mit Kunst und Theater, Performances und Musik im öffentlichen Raum, wie auch in Vorträgen und Diskussionen entlang der Elbe und im Stadtraum auf vielfältige Weise dazu ein, sich in den kommenden Wochen und Monaten in ein Gespräch zu Kulturen des Ankommens  zu begeben, in Europa, Deutschland und Dresden.
Ausgehend von aktuellen Szenarien des Ankommens in Europa geht es in „Am Fluss / At the River“ auch darum, ob und wie Migration die Geschichte dieser Welt und auch dieser Stadt schon immer geprägt hat.
AM FLUSS/AT THE RIVER, ein Projekt in gemeinsamer Initiative des Kunsthaus Dresden und des Societaetstheaters, eröffnet am 16. September 2016 und läuft bis zum Frühjahr 2017.

Veranstaltungen:

  • Ausstellung

    Ort: Kunsthaus

    Fr, 16. Sep 2016, 16 Uhr

    Eröffnung

    Weggehen wollen, weggehen müssen, ankommen, abgewiesen werden, sich einleben – nie waren so viele Menschen weltweit in Bewegung wie heute. Ausgehend von aktuellen Szenarien des Ankommens in Europa geht es in »Am Fluss / At the River« auch darum, ob und wie Migration die Geschichte dieser Welt und auch dieser Stadt schon immer geprägt hat.
    Gemeinsam laden das Kunsthaus Dresden und das Societaetstheater ein, sich mit Kunst, Theater, Performances, Musik,Vorträgen und Diskussionen in den Stadtraum und in ein Gespräch zu Kulturen des Ankommens zu bewegen, in Europa, Deutschland und Dresden.

    Gemeinsame Eröffnung von „Am Fluss/At the River“ und „Baustelle Europa / Europe under construction“ im Kunsthaus.

  • Konzert

    Ort: Frei_Raum-Bühne Theaterplatz

    Fr, 16. Sep 2016, 19 Uhr

    Carmen Souza & Theo Pascal

    Carmen Souza, als Tochter ausgewanderter kapverdischer Eltern geboren in Lissabon, verbindet die Musik der Kapverden mit portugiesischem Fado, urbanem Jazz und Blues amerikanischer Prägung der Marke Nina Simone oder Horace Silver. Sie singt meist in kreolischem Dialekt und wandelt bereits in einem Song durch verschiedenste Kulturen. Carmen Souza schafft damit ihren unverkennbar eigenen Sound, aus vielen unterschiedlichen Welten entsteht eine neue.

    Eintritt frei

    In Kooperation mit dem Frei_Raum der Stiftung Friedlichen Revolution.

  • Ausstellung, Gespräch, Film

    Ort: Kunsthaus

    Sa, 17. Sep 2016, 18 - 1 Uhr

    Museumsnacht

    Die Ausstellung ist geöffnet.

  • Gespräch

    Ort: Kunsthaus

    Sa, 17. Sep 2016, 19 Uhr

    Your Home is Your Dignity

    Der Künstler der Skulptur „Ein Leuchturm für Lampedusa”, Thomas Kilpper, die Berliner Aktivistin

    Napuli Paul Langa und der Soziologe Karl-Siegbert Rehberg diskutieren im Rahmen der Museumsnacht über Erfahrungen von Flucht und Migration, Kulturen des Ankommens und die Würde des Menschen in Europa.

  • Film,

    Ort: Kunsthaus

    Sa, 17. Sep 2016, 21 Uhr

    INSEL 36 - Ein Film von Aslı Özarslan

    INSEL 36 (2014, D, 65 min) 

    Über Monate hinweg besuchte die Regisseurin Aslı Özarslan 2013/2014 ein Geflüchteten-Camp im Herzen von Berlin — nicht nur ein Ort der Verzweiflung, sondern auch eine Insel seltener Gemeinsamkeit.

  • Ausstellung

    Ort: Jorge-Gomondai-Platz

    Sa, 17. Sep – So, 9. Okt 2016

    Leuchtturm für Lampedusa

    Die sechs Meter hohe, aus Wrackteilen von Booten gefertigte Skulptur von Thomas Kilpper ist ein Mahnmal für die Hoffnungen und Ängste der unzähligen Menschen, die täglich über das Mittelmeer flüchten, und dabei ihr Leben riskieren, und ein Modell für einen auf Lampedusa errichtenden Leuchtturm und ein Museum der Migration.

  • Film

    Ort: Frei_Raum Bühne Theaterplatz

    Di, 20. Sep 2016, 19 Uhr

    cine|divers präsentiert „Lampedusa im Winter“

    Nach den Tragödien des Herbstes ist auf der „Flüchtlingsinsel“ Lampedusa der Winter eingekehrt. Ein Fährunglück isoliert die Insel. Nun sind die Menschen von jeglicher Versorgung abgeschnitten. Die winzige Gemeinschaft am Rande Europas ringt verzweifelt um ihre Würde – und um Solidarität mit den afrikanischen Bootsflüchtlingen. Im Anschluss: Filmgespräch.

    Eintritt frei

    In Kooperation mit dem Frei_Raum der Stiftung Friedlichen Revolution.

     

  • Film

    Ort: Frei_Raum Bühne Theaterplatz

    Mi, 21. Sep 2016, 19 Uhr

    cine|lokal präsentiert „Das Herz von Jenin“

    Dokumentarfilm, Marcus Vetter, Leon Geller, 2008, 89 Min., Hebräisch/Arabisch mit dt. Untertiteln
    Genauso bewegend wie beeindruckend erzählt der Film von einer zutiefst menschlichen Geste im Augenblick der größten Tragödie.Das cineastische Begegnungsprojekt cine|lokal lädt zusammen mit dem Regisseur dazu ein, sich über den Umgang mit religiösen Unterschieden auszutauschen und über funktionierende, interreligiöse Freundschaften zu sprechen.

    Eintritt frei

    In Kooperation mit dem Frei_Raum der Stiftung Friedlichen Revolution.

  • Ausstellung

    Ort: Theaterplatz

    Do, 22. Sep – Sa, 24. Sep 2016, Do, 14-20 Uhr, Fr, 10 - 20 Uhr, Sa, 12 - 20 Uhr

    LIVEBOAT - Chapter 5

    LIVEBOAT – Chapter 5 thematisiert die andauernde Flüchtlingstragödie vor den Grenzen Europas und bietet einen Ort für Kommunikation und Diskurse. Ein 30-Meter-langes Schlauchboot aus einer transluzenten Membran, strandet nach langer Überfahrt auf dem Theaterplatz. Im Inneren des Bootes Zitate bilden Zitate aus Homers Odyssee in zwölf Sprachen einen Klangteppich.

    Eintritt frei

  • Konzert

    Ort: Frei_Raum Bühne, Theaterplatz

    Do, 22. Sep 2016, 19 Uhr

    Masaa

    Gibt es ein „East Meets West 2.0“? Hörte sich dieser Begriff nicht so steril an, Masaa wären dafür die erste Wahl. Abseits der wohlvertrauten Klangautobahn des „Ethno-Jazz“ erkundet das libanesisch-deutsche Quartett ungekannte Pfade – und verwebt Abend- und Morgenland mit der Raffinesse des Wortes und der Dynamik des Jazz neu.

    Eintritt frei

    In Kooperation mit dem Frei_Raum der Stiftung Friedlichen Revolution.

  • Lesung

    Ort: Frei_Raum Bühne, Theaterplatz

    Fr, 23. Sep 2016, 19 Uhr

    Livelyrix präsentiert Poetry Slam - Literaturen im Fluss

    Beim Poetry Slam unter dem Motto „Literaturen im Fluss“ setzen sich vier junge Poetinnen und Poeten mit Migration und kulturellem Wandel in Europa auseinander. In ihren Geschichten und Gedichten nähern sie sich dem Thema persönlich und politisch zugleich. Dem Ernst der Lage begegnen sie mit versierter Sprachkunst und entwaffnendem Witz. Wie immer beim modernen Dichterwettstreit entscheidet das Publikum am Ende demokratisch über den Sieger oder die Siegerin des Abends. Mit dabei ist die junge Leipzigerin Nhi Le. Sie ist als Bloggerin, Slam-Poetin und Model aktiv. In ihren Texten mischen sich persönliche  Erfahrungen mit Kommentaren zu aktuellen Themen wie Feminismus und Multikulturalität. Aus Berlin reist Temye Tesfu an. Er ist einer der  sprachmächtigsten und zugleich politisch klarsichtigsten Slam-Poeten Deutschlands. Solo wie mit seinem Team „Allen Earnstyzz“ feierte er  schon zahlreiche Erfolge auf Bühnen im In- und Ausland. Mit am Start ist sodann Tanasgol Sabbagh aus Friedberg in Hessen. In ihren subtilen,  klangvollen Gedichten beschäftigt sie sich nicht zuletzt auch mit ihren iranischen Wurzeln. Schließlich dürfen sich die Zuschauer auch noch auf  Noah Klaus von der Berliner Lesebühne „Zentralkomitee Deluxe“ freuen. Der junge Autor war schon Poetry-Slam-Meister von Berlin und

    Brandenburg, was nicht verwundert, denn er ist ein politischer und philosophischer Kopf mit Witz und Verstand. Den Poetry Slam moderiert Michael Bittner.

    Eintritt frei
    In Kooperation mit dem Frei_Raum der Stiftung Friedlichen Revolution.

  • Ort: Theaterplatz

    Sa, 24. Sep 2016, 16 - 20 Uhr

    Cooking Action - Essen und Musik auf dem Theaterplatz

    Die Cooking Action, Dresden, ein Netzwerk für partizipatives Kochen mit und für Dresdner/innen und Nicht- Dresdner/innen,  lädt ein zum gemeinsamen Kochen und Essen.

    Gekocht wird ab 16 Uhr und um 18 Uhr sind Alle herzlich zum gemeinsamen Essen eingeladen.
    Kostenlos
    In Kooperation mit dem Frei_Raum der Stiftung Friedlichen Revolution.

  • Gespräch

    Ort: Frei_Raum Bühne, Theaterplatz

    Sa, 24. Sep 2016, 17 Uhr

    Denn wer ginge wohl gern durch dieses salzigen Meeres Unermessliche Flut? auf dem Theaterplatz

    Handeln und Netzwerkarbeit vor Ort im Kontext europäischer Verantwortung: Zivilgesellschaftliche Netzwerke und Vereine sind maßgebliche Akteure vor Ort. Initiativen sprechen vor dem Hintergrund der künstlerischen Installation „Liveboat Chapter 5“ mit Partnern ihrer Wahl über Visionen für ein gemeinsames, verantwortungsvolles  Handeln.

    Eintritt frei
    In Kooperation mit dem Frei_Raum der Stiftung Friedlichen Revolution.

     

  • Workshop

    Ort: Pavillon Kulturhauptstadt Rathausplatz

    Fr, 30. Sep 2016, 16 Uhr

    DD25 - Dresden International: Students, expats, refugees (tba)

    Ideenworkshop und Gespräch u.a. mit elixir e.V., Eintritt frei
    Ziel des Workshops mit verschiedenen Vertreter/innen des Dresdner Lebens, ist es, sich über Hürden und Chancen auf dem Weg zu einer internationalen Stadtgesellschaft und eine Vision für Dresden im Jahr 2025 als Europäische Kulturhauptstadt zu verständigen

  • Konzert

    Ort: Frei_Raum Bühne, Theaterplatz

    Fr, 30. Sep 2016, 19 Uhr

    Hello Piedpiper

    Hinter dem Kölner Singer-Songwriter Projektes, steckt als künstlerischer Kopf Fabio Bacchet, Sohn einer ganzen Generation italienischer Einwanderer, die in den 60er Jahren das sog. Wirtschaftswunder in Deutschland ermöglichten.
    Musikalisch beeinflusst durch den amerikanischen Folk der 60er Jahre wie auch die Musik von Ennio Morricone ist sein neuer Song ‚Lampedusa’, vor knapp zwei Jahren unter dem Eindruck der ersten großen Flüchtlingswelle entstanden, eine fiktive Reisebeschreibung, das Ankommen, das Nicht-Willkommen-Geheißen-Werden…

    Eintritt frei
    In Kooperation mit dem Frei_Raum der Stiftung Friedlichen Revolution.

  • Performance

    Ort: Kunsthaus

    Mi, 2. Nov 2016, 20 Uhr

    Gesellschaftsabend II

    Kultur- und Traditionspflege prägen Dresden und zeichnen das international ausstrahlende Bild eines „Elbflorenz“. Immer wieder jedoch wird Dresden auch als Plattform für Volksversammlungen und politische Demonstrationen genutzt. Diese finden oft in Form von Märschen oder „Spaziergängen“ statt, an denen sich Tausende beteiligen. „Trauermärsche“ am 13. Februar, Gegendemonstrationen und Menschenketten, die montäglichen Versammlungen der PEGIDA-Bewegung – all das findet seinen Rahmen in der gepflegten, historisierten Stadtstruktur.
    Im GESELLSCHAFTSABEND verarbeiten Svea Duwe, Elisabeth Rosenthal und Komponist André Obermüller Gruppierungsmustern der Vergangenheit und Gegenwart der Stadt. Die Choreografie transformiert Bewegungsmuster des Militärs, von Spielmannszügen, Demonstrationen, Versammlungen und Flüchtlingsbewegungen. Kontrastiert wird das Voranschreiten des SPIEGELMARSCHES von Momenten der Unbeweglichkeit, die Situationen der Niederlage, der Erschöpfung, der Ruhe und der Auflösung markieren. Gebäude, Passanten, Beisteher, alle spiegeln sich in dem Zug, so wie eine Gruppenbewegung im öffentlichen Raum immer auch diejenigen mit einschließt, die nicht aktiv teilnehmen, sondern das Geschehen nur beobachten oder ignorieren. Sobald eine Veranstaltung die Plattform des öffentlichen Stadtraumes beansprucht, ist es ein gesellschaftliches Ereignis, zu dem man sich – als Teil dieser Gesellschaft – positionieren muss.
    Die Musik wird beim SPIEGELMARSCH die Stimmung untermalen und Impulsgeber für Handlungswechsel sein. Bekannte deutsche Marschmelodien und volkstümliche Lieder wurden dafür von André Obermüller verarbeitet, verfremdet und neben eigenständige Klangbilder gestellt. Elisabeth Rosenthal spielt das Marschglockenspiel. Der GESELLSCHAFTSABEND bietet die Gelegenheit, den choreografischen Handlungsstrang des SPIEGELMARSCH auf einer rein klanglichen Ebene zu erleben.

  • Vortrag

    Ort: Kunsthaus

    Do, 3. Nov 2016, 19 Uhr

    SCHRUMPFENDES LAND _ WACHSENDE STADT: AUSWIRKUNGEN GLOBALER MIGRATIONSBEWEGUNGEN

    Der Architekt und Stadtforscher Klaus Teschner berichtet über Ursachen und Folgen von Migrationsbewegungen aus vielfältiger eigener Projekterfahrung in Südamerika und Afrika. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie in den Städten gute Lebensbedingungen für zugewanderte und an den Rand gedrängte Menschen geschaffen werden können, ohne das ökologische Gleichgewicht zu gefährden. Stadtteilinitiativen und Mieter*innenorganisationen weisen auf Lösungsmöglichkeiten hin und versuchen auch auf internationalen Konferenzen wie Habitat III in Quito Gehör zu finden. Klaus Teschner ist Fachreferent für Stadtentwicklung mit regionalen Schwerpunkten auf Afrika und Lateinamerika bei Misereor.

    Ein Vortrag in Zusammenarbeit mit dem Ökumenischen Informationszentrum e.V., Dresden.

  • Vortrag

    Ort: Kulturrathaus, 1. Stock

    Do, 17. Nov 2016, 19 Uhr

    Doug Saunders: Ankommen in der Stadt

    Der britisch-kanadisch Autor und Journalist Doug Saunders machte sich vor allem mit seinen Büchern „Arrival Cities“ (2011) und „Mythos Überfremdung“ (2012) einen Namen als scharfsinniger Analyst der politischen und gesellschaftlichen Situation in Bezug auf Migration.

    Saunders ist Kolumnist für Internationales für die Zeitung The Globe and Mail in Kanada. Für ein Jahrzehnt war er Büroleiter für das europäische Büro der Zeitung in London, zuvor in Los Angeles für das dortige Büro. Seine Texte beschäftigen sich umfassend mit Ostasien, dem indischen Subkontinent, dem Nahen Osten und Nordafrika. Er schreibt eine wöchentliche Kolumne zu den Zusammenhängen und intellektuellen Hintergründen hinter den internationalen Nachrichten und erhielt dafür fünfmalig den National Newspaper Award, den höchsten Journalismuspreis in Kanada.

    2016 war Doug Saunders konzeptioneller Berater für den deutschen Pavillon der Architekturbiennale in Venedig, für den „Arrival Cities“ die konzeptionelle Basis lieferte — Wege der Integration von Migranten und Deutschen aus architektonischer und stadtplanerischer Perspektive. Sein Buch ist in vielfacher Hinsicht gerade in Deutschland als hochaktuell, wo Fragen der Verteilung, sozialen und ökonomischen Einbindung die Gesellschaft, Politik und auch Stadtplaner noch auf lange Zeit beschäftigen werden. Am 16. November nimmt Doug Saunders den Preis für Architekturtheorie der Schelling-Stiftung in Karlsruhe entgegen.

    In seinem Vortrag im Rahmen von AM FLUSS/ AT THE RIVER betrachtet Doug Saunders, wie neu angekommene Minderheiten ihr Leben in westlichen Städten beginnen – und wie die richtige Politik und dazugehörige Interventionenen ihren Übergang zu Staatsbürgern mit vollen Rechten und zu erfolgreichen Nachbarn erleichtern können.

    Anschließend kommt er ins Gespräch mit Prof. Dr. Juergen Wegge (TU Dresden) und Christiane Mennicke-Schwarz (Kunsthaus Dresden).

    Der Vortrag findet in englischer Sprache mit Übersetzung ins Deutsche statt. Der Eintritt ist frei.
    In Kooperation mit der TU Dresden / Zentrum für Integrationsstudien, im Rahmen der gemeinsamen Ringvorlesung „Europa im Fluss“

  • Konzert

    Ort: Scheune

    Do, 24. Nov 2016, 21:00

    Konzert: AKUA NARU

    »This lady is the keeper of the cool flow.« (Tony Allen)

    Akua Naru, die First Lady des »Global Hip Hop«, meldet sich mit einer neuen Deutschland-Tour 2016 zurück! Thematisch nimmt die Tour Bezug auf das Buch Black Noise, ein bahnbrechendes Werk der afroamerikanischen Schriftstellerin und Professorin Dr. Tricia Rose. Rose setzt sich mit der Bedeutung von Hip Hop und der kulturellen sowie sozialen Relevanz in der Gesellschaft, sowie der Rolle der Frau innerhalb dieser, auseinander. Zudem thematisiert der gewählte Titel der Tour einen weiteren wichtigen Aspekt bei Akua Naru – ihre Texte, die politisch und immer auch ein Statement sind. Ein Statement gegen immer noch bestehenden Rassismus und Sexismus.

    Mit ihrem aktuellen Studioalbum The Miner’s Canary (VÖ Februar 2015) spielte Akua Naru in diesem Jahr über 40 Konzerte allein in Deutschland und auch auf dem international renommierten Glastonbury Festival. Mit ihrer Musik bringt sie den schon verloren geglaubten weiblichen Concious-Rap zurück – und das direkt aus Köln. Doch hört man auch nur einen ihrer Songs, wird einem klar, dass die rheinische Domstadt unmöglich die einzige Station in Akua Narus Leben gewesen sein kann. Afrikanische Rhythmen und Klänge, Einflüsse aus Jazz, Blues und Soul durchziehen die smoothen Beats und ergeben zusammen mit Akua Narus ausdrucksstarker Stimme einen Sound, dem man sich nur schwer entziehen kann. Vergleiche mit den Rap-Poetinnen Lauryn Hill oder Bahamadia liegen auf der Hand. Die in den USA geborene ist die älteste Tochter einer Bank- und Supermarktkassiererin und des Angestellten einer Krankenhauswäscherei. Als sie sieben Jahre alt war, kehrte ihr Vater der Familie den Rücken. Nach dem schmerzhaften Verlust des Vaters versuchte Akua sich erstmals darin, selbst zu schreiben und verbrachte viel Zeit in der Kirche. Ihre Großmutter war Leiterin des Kindergottesdienstes und ihre Tante leitete den Kirchenchor der Gemeinde. Die Erfahrungen eröffneten Akua Naru nicht nur die afroamerikanischen Traditionen der Oratorien und geistlichen Musik, sondern auch eine Welt, die von weiblicher Tatkraft, Widerstandskraft und Führungskompetenz geprägt war. Ein Hip Hop-begeisterter, gleichaltriger Onkel ermutigte dann seine Nichte dazu, ihre selbstverfassten Gedichte – ganz im Stile der Oratorien ihrer Pastorin – im Rhythmus von Instrumentals zu rezitieren. Was als Spiel begann, wurde im zarten Alter von acht Jahren zu Akuas erstem Rap. Während ihres Urbanistik- Studiums in Camden, New Jersey befasste sie sich insbesondere mit der Frage nach den geografischen und ökonomischen Faktoren, die bis zum heutigen Tage für die Benachteiligung von Menschen anderer Hautfarbe verantwortlich sind und ganze Communities zerstören, wie sie damals am Beispiel ihres eigenen Wohnortes tagtäglich vor Augen geführt bekam – immerhin galt die restlos verarmte Industriestadt Camden aufgrund ihrer hohen Mord- und Verbrechensrate als „gefährlichste Stadt der USA“. Eine Reihe von Gewaltverbrechen, deren Zeugin sie wurde, veranlassten Akua die USA zu verlassen. Eine zweijährige Reise, auf der sie immer wieder als Musikerin auftrat, führte sie zunächst durch Südostasien und nach China, ehe sie letztlich in Deutschland Halt machte.

    Akua Naru teilte sich die Bühne bereits mit Künstlern wie Patrice, Tete, Ursula Rucker, Blitz the Ambassador, Elzhi, Wax Taylor, dem englischen Rapper TY, Mic Donet und dem deutschen Power-Produzenten JR & Ph 7. Darüber hinaus arbeitete sie im Rahmen eines Features bereits mit Tuneyards und der legendären Angelique Kidjo und mit Ahmir „Questlove“ Thompson, Drummer und Kopf der Roots. Neben ihrer Musik, die sie auf den unterschiedlichsten Bühnen ihrer heutigen Wahlheimat Köln präsentierte, gab sie im Rahmen zahlreicher Studiengänge an Universitäten, Kirchen & kommunalen Einrichtungen in u.a. Camden, Köln, Wuppertal, Princeton & China Einblick in ihren Beruf und ihr soziales Engagement.

    Mit ihrer Band spielte Akua Naru bereits auf Bühnen in der ganzen Welt, u.a. in Indien, Rumänien, Nigeria, USA, Kanada, Brasilien, Russland, Deutschland, Schweiz, Simbabwe, Frankreich, La Réunion, Guadeloupe, Kap Verde, Portugal, Georgien, Jordanien und Senegal.

    Tickets kosten im VVK 15€, an der Abendkasse 18€.

  • Vortrag

    Ort: Kulturrathaus, 1. OG

    Di, 17. Jan 2017, 19 Uhr

    Kulturelle Globalisierung. Edouard Glissant und die All-Welt. Eine Provokation für Europa?

    Globalisierung wurde in Europa lange Zeit nur in ökonomischen Zusammenhängen gedacht und debattiert. Angesichts der Flüchtlings- und Migrationsbewegungen stellen sich nun vor allem auch kulturelle Fragen wie die nach Fremdheit, Identitäten und Grenzen.  Edouard Glissant, einer der bedeutendsten Kulturtheoretiker und Schriftsteller aus der Karibik, hat schon früh sein Konzept von der All-Welt entwickelt, wurde in Europa aber nur in engen Fachkreisen bekannt. Ist sein Konzept Provokation, Anregung  oder auf Europa nicht übertragbar? Diese Fragen leiten den Vortrag, mit dem versucht wird, das komplexe Werk Glissants zu beleuchten.

    Ein Vortrag in Kooperation mit dem Zentrum für Integrationsstudien im Rahmen der gemeinsamen Ringvorlesung „Europa im Fluss – Perspektiven auf Migration und kulturellen Wandel in Europa“ und „Am Fluss / At the River – Zu Kulturen des Ankommens / On Cultures of Arrival“.

    Der Vortrag findet auf Deutsch statt. Der Eintritt ist frei.

  • Vortrag

    Ort: Kunsthaus

    Mo, 30. Jan 2017, 19 Uhr

    Migration, Inter‐ und Transkulturalität, Ethnie und Geschlecht

    Im Zuge der Beschreibung der Lebenssituation emanzipatorisch-feministisch orientierter  Musliminnen im von ihnen beanspruchten öffentlichen Raum wird deren kaum auflösbares Dilemma aufgezeigt. Demnach werden im Zuge ihrer Emanzipationsbestrebungen von unterschiedlicher Seite bestimmte Rollen zugewiesen, mit denen einerseits von einem von patriarchalen Mächten unterdrücktem Opfer, bzw. einer von fundamentalistisch-islamistischen Interessen geleiteten Aktivistin ausgegangen wird. Auf der anderen Seite wird aus der fundamentalistischen  Glaubensperspektive tendenziell vermutet, es handele sich bei diesen selbstbewussten Frauen um vom rechten Glauben abgefallene Musliminnen, die von religionsfeindlichen westlichen Ideologien verführt wurden. Dr. Naime Cakir stellt Reaktion muslimischer  Feministinnen und Aktivistinnen auf diesen Diskurs vor und gibt einen Überblick über unterschiedliche Organisationen von und für muslimische Frauen in Deutschland.

    In Kooperation mit der TU Dresden / Zentrum für Integrationsstudien, im Rahmen der gemeinsamen Ringvorlesung „Europa im Fluss“.

    Der Vortrag findet auf Deutsch statt. Der Eintritt ist frei.

  • Ort: Kunsthaus

    Mi, 14. Dez 2016, 18h

    Political Art Days: Fokus Syrien

    Am 14. Dezember eröffnen die Political Art Days – Focus Syria mit einer Videoarbeit von Manaf Halbouni und Oscar HR, einer Fotoausstellung von Adopt a Revolution und einem Vortrag dem Aktivisten Wissam Abu Fakher im Kunsthaus. In den nächsten Tagen finden im Rahmen dieses vielstimmigen kleinen Festivals zahlreiche Veranstaltungen an verschiedenen Orten in Dresden statt. Das Programm finden Sie hier.

  • Ort: Frauenkirche

    Di, 21. Feb 2017, 20 Uhr

    What was said? Tord Gustavsen, Simin Tander und Jarle Vespestad

    What Was Said heißt das Programm des Abends am 21. Februar in der Frauenkirche, der die musikalischen Traditionen uralter christlicher Hymnen und des Sufismus miteinander verschmelzen lässt. Der erfolgreiche norwegische Jazzpianist und Komponist Tord Gustavsen interpretiert gemeinsam mit der deutsch-afghanischen Sängerin Simin Tander und dem Schlagzeuger Jarle Vespestad alte norwegische Kirchenmusik in der afghanischen Sprache Pashtu. Zudem singt Simin Tander vertonte Verse des amerikanischen Beat-Poeten Kenneth Rexroth und des persischen Sufi-Gelehrten Rūmī in englischer Sprache.

    Ein zentraler Gedanke des Programms What Was Said, das die drei Musiker am 21. Februar in der Frauenkirche vorstellen, ist das Verschmelzen von Traditionen. Dafür setzten sich die Musiker intensiv sowohl mit der eigenen Identität und Herkunft als auch mit verschiedenen Kulturen und Religionen auseinander, um einen gemeinsamen Kern freizulegen. So entstand eine wirkungsvolle Zusammenstellung von Texten und Musik mit einer ganz eigenen Spiritualität, die die zugrundeliegenden Wurzeln nicht versteckt, sondern spürbar macht.
    Der Abend vereint ernste Musik, Jazz, Weltmusik und Folk. Zum akustischen Klavier treten subtile Samples und Live-Synthies sowie die Percussion Vespestads. Die warme, lebhafte Stimme Tanders verleiht diesem Spiel eine neue körperliche Qualität – eine Musik jenseits der gängigen Genregrenzen.

    Mit der Frauenkirche Dresden wurde für diesen Abend ein ungewöhnlicher und daher umso reizvollerer Ort gewählt. Als offenes Haus Gottes und der Menschen begrüßt die Frauenkirche an diesem Abend Besucher aller Glaubensrichtungen, die gemeinsam Musik genießen möchten und sich einen offenen, respektvollen Umgang miteinander wünschen

    Mit Worten von Frauenkirchenpfarrer Sebastian Feydt, der Bürgermeisterin für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Wohnen der Landeshauptstadt Dresden, Dr. Kristin Klaudia Kaufmann und Timon Marszalek von S.O.S Méditerranée Deutschland e.V. wird der Abend eröffnet.
    Die Veranstaltung, die in Kooperation mit der Stiftung Frauenkirche Dresden und der Gesellschaft zur Förderung der Frauenkirche Dresden e. V. stattfindet, beginnt um 20 Uhr (Einlass ab 19.30 Uhr). Der Eintritt ist frei. Die Gäste sind herzlich eingeladen, mit einer Spende die zivile Seenotrettung S.O.S. Méditerranée zu unterstützen.

  • Performance

    Ort: Stadtraum. Treffpunkt: Kunsthaus Dresden

    Fr, 24. Mär 2017, 16 Uhr

    Spiegelmarsch. Eine Choreographie im Öffentlichen Raum

    Die Performance mit über 20 mannshohen Spiegeln, Fahnenträgerinnen
    und einer musikalischen Komposition von André Obermüller für Elisabeth Rosenthal am Marschglockenspiel, verarbeitet historische Bewegungsmuster des Militärs, von Spielmannszügen, Demonstrationen,  Gruppenbewegungen und politischen Versammlungen zu einer skulpturalen Bewegung.
    Ausgehend vom Kunsthaus Dresden und von der Städtischen Galerie Dresden führt der Zug durch die Dresdner Altstadt und lädt zur Reflektion über die Gegenwart und Zukunft von Demokratie und Öffentlichkeit ein.

    Herzlichen Dank an die Performer*innen:

    Spiegelträger*innen: Pauline Bonikowski, Silvio Colditz, Simone Antonia Deutsch, Yvonne Dick, Stefanie Kästner, Anja Kaufhold, Stefanie Köhler, Susa Luis, Farina Maletz, Steffen Melcher, Iris Meusemann, Jacqueline Muth, Silke Persicke, Michelle Pfeifer,  Kristina Pohlemann, Joyce Schmiedel, Claudia Schuster, Lisa Tostmann, Marius Wecker, Magdalena Weniger, Theresa Wenzel, Josie Wirthgen, Daniela Wolf, Yves Zirke, u.a.
    Fahnenträgerinnen:  Julia Amme, Jenny Hoffmann, Sylvia Kittel, Stella Pintaske
    Marschglockenspielerin: Elisabeth Rosenthal, Komposition: André Obermüller

    Die Performance Spiegelmarsch findet in Kooperation mit dem Militärhistorischen Museum der Bundeswehr Dresden (MHM) sowie der Städtischen Galerie Dresden statt und wird durch die Ostsächsische Sparkasse Dresden und das Amt für Kultur und Denkmalschutz der Landeshauptstadt Dresden gefördert.

  • Ort: Stadtraum. Treffpunkt: Städtische Galerie Dresden,
    Wilsdruffer Str. 2

    So, 26. Mär 2017, 16 Uhr

    Spiegelmarsch. Eine Choreographie im Öffentlichen Raum

    Die Performance mit über 20 mannshohen Spiegeln, Fahnenträgerinnen
    und einer musikalischen Komposition von André Obermüller für Elisabeth Rosenthal am Marschglockenspiel, verarbeitet historische Bewegungsmuster des Militärs, von Spielmannszügen, Demonstrationen,  Gruppenbewegungen und politischen Versammlungen zu einer skulpturalen Bewegung.
    Ausgehend vom Kunsthaus Dresden und von der Städtischen Galerie Dresden führt der Zug durch die Dresdner Altstadt und lädt zur Reflektion über die Gegenwart und Zukunft von Demokratie und Öffentlichkeit ein.

    Herzlichen Dank an die Performer*innen:
    Spiegelträger*innen: Pauline Bonikowski, Silvio Colditz, Simone Antonia Deutsch, Yvonne Dick, Stefanie Kästner, Anja Kaufhold, Stefanie Köhler, Susa Luis, Farina Maletz,  Steffen Melcher, Iris Meusemann, Jacqueline Muth, Silke Persicke, Michelle Pfeifer,  Kristina Pohlemann, Joyce Schmiedel, Claudia Schuster, Lisa Tostmann, Marius Wecker, Magdalena Weniger, Theresa Wenzel, Josie Wirthgen, Daniela Wolf, Yves Zirke
    Fahnenträgerinnen:  Julia Amme, Jenny Hoffmann, Sylvia Kittel, Stella Pintaske
    Marschglockenspielerin: Elisabeth Rosenthal, Komposition: André Obermüller

    Die Performance Spiegelmarsch findet in Kooperation mit dem Militärhistorischen Museum der Bundeswehr Dresden (MHM) sowie der Städtischen Galerie Dresden statt und wird durch die Ostsächsische Sparkasse Dresden und das Amt für Kultur und Denkmalschutz der Landeshauptstadt Dresden gefördert.

  • Performance

    Ort: Stadtraum / Altstadt Dresden

    HeuteSa, 27. Mai – So, 4. Jun 2017

    Tomorrow we will explain

    Wie wird der Fluss zum Meer? Wie fühlt es sich an, in den Schuhen eines Fremden zu gehen?
    Studierende des MFA-Studiengangs »Kunst im öffentlichen Raum und neue künstlerische Strategien/Public Art and New Artistic Strategies« der Bauhaus-Universität Weimar haben unter dem Titel  »Walk Of Art« Performances für den Dresdner  Stadtraum entwickelt, die sich mit Fragen des Ankommens, des Beheimatens, des Fremden und Vertrauten und des Reisens beschäftigten. Ein Teil dieser Performances wird nun im Bereich der Dresdner Altstadt noch einmal aufgeführt – halten Sie die Augen offen!