Heute 11. Mai 2019 – 31. Dez 2025

DRESDNER MÜLLMANIFEST

Ort: Dresden

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WEIL ALLES BLEIBT …

Wir stehen vor der Schwelle zu einer Zivilisation, die ihre Umwelt nicht mehr durch Abfälle belastet und es vermeidet, Ressourcen zu Müll werden zu lassen. Es liegt an uns, ob wir diese Schwelle überschreiten. Zwei Gründe machen die Entscheidung für eine nachhaltige Zukunft unausweichlich:

  1. Das Verbrennen und Ablagern von Müll an Orten, die dadurch auf unabsehbare Zeit lebensfeindlich belastet sind, ist in Zeiten des Klimawandels und des Ressourcenmangels nicht mehr tragbar. Für Müll ist kein Platz mehr. Nicht an den Rändern der Städte, nicht in den Regionen der Armut, nicht in den Böden, den Ozeanen, der Atmosphäre.
  2. Die Technologien, die Stoffkreisläufe schließen können, und das Wissen um ihre Anwendung sind vorhanden. Verwendung gebrauchter Güter, Recycling wertvoller Materialien und der Einsatz nachwachsender Rohstoffe machen es möglich, die aus dem Reichtum der Erde gewonnenen Stoffe dauerhaft zu nutzen oder in die Kreisläufe der Natur zurückzuführen.

Die VeranstalterInnen der Kulturhauptstadt Dresden 2025 bekennen sich zum Prinzip konsequenter Abfallminimierung, reduzieren den Einsatz von Material-Ressourcen und minimieren das Hinterlassen von „Restmüll“. Um dieses Ziel zu erreichen, orientieren sie sich an den folgenden Handlungsmaximen:

MOBILITÄT: CO2-Emissionen verringern

Für die Reise nach Dresden empfiehlt die Kulturhauptstadt die Fahrt mit Bahnen und Bussen. Wenn Mitwirkende mit dem Flugzeug anreisen, werden Maßnahmen zur CO2-Kompensation unterstützt. Die Kulturhauptstadt schenkt ihren Gästen und BürgerInnen kostenlose Mobilität mit Bahnen, Bussen und Fahrrädern. Die Landeshauptstadt Dresden stellt bis 2025 die eigene Fahrzeugflotte auf weitgehend klimaneutrale Antriebe um.

BESCHAFFEN UND BAUEN: In Nachhaltigkeit investieren

Vor Neuanschaffungen wird geprüft, ob Vorhandenes genutzt oder die benötigten Dinge geliehen werden können. Bei Beschaffung neuer Güter und Vergabe von Bauleistungen ist deren Umweltfreundlichkeit nachzuweisen. Bühnen-, Ausstellungs- und andere Bauten werden möglichst aus recycelten Baustoffen oder aus Bauteilen errichtet, die nach der Veranstaltung zu 100 Prozent demontiert und wiederverwendet werden können.

INFORMATION: Papierlos kommunizieren

Die Kulturhauptstadt informiert über ihr Programm digital und barrierefrei. Die Verteilung von Drucksachen bleibt auf ein Mindestmaß beschränkt. Dabei werden Recyclingpapier, Papier aus nachhaltiger Wald-wirtschaft und mineralölfreie Farben bevorzugt.

CATERING: Wege verkürzen, Verpackung vermeiden

Mit regionalen und saisonalen Lebensmitteln verringern die Caterer Transportwege und Energieverbrauch. Auf Einwegverpackungen wird möglichst vollständig verzichtet. Getränke werden in Pfand- oder Mehrweggefäßen ausgegeben. An großen Veranstaltungsorten finden die BesucherInnen Brunnen mit kostenlosem Trinkwasser. Die Caterer verpflichten sich, nicht verbrauchte Lebensmittel Projekten zu übergeben, die diese weiterverarbeiten.

HYGIENE UND REINIGUNG: Keine Chemie ins Abwasser

Die VeranstalterInnen und ihre DienstleisterInnen verwenden ausschließlich biologisch abbaubare Reinigungsmittel. Bei Großveranstaltungen werden mobile Wasserklosetts oder Komposttoiletten aufgestellt. Zum Trocknen der Hände dienen Stoffhandtücher oder elektrische Händetrockner.

WAS TROTZDEM ABFÄLLT: Trennen und Recyceln

Der Müll, der sich nicht vermeiden lässt, wird getrennt gesammelt und nach Möglichkeit recycliert. An den Veranstaltungsorten stehen Abfallbehälter für Papier, Leichtverpackungen, Glas und Restmüll bereit.

GEMEINSAM HANDELN: Engagement unterstützen

Die Abteilung für Abfallwirtschaft berät die VeranstalterInnen dabei, wie sie Müll vermeiden oder reduzieren können. Eine Jury für Nachhaltigkeit zeichnet VeranstalterInnen, Firmen, Initiativen und BürgerInnen aus, die das Dresdner Müll-Manifest besonders engagiert und konsequent umgesetzt haben.