Heute 19. Nov 2020 – 28. Mär 2021

Prelude Nord Ost Süd West

Ort: Außenfassade Robotron-Kantine, Lignerallee, Dresden-Zentrum

Einen Moment bitte,
die Bilder werden geladen …

Kunst an der Außenfassade der Robotron-Kantine

Mit Interventionen und Arbeiten von André Tempel, Henning Haupt, Stephanie Lüning und Ina Weise

Prelude zu einem geplanten internationalen Kunstprojekt in Dresden mit Partner:innen in vier Himmelsrichtungen und Kunst gegen Vandalismus an der Außenfassade der Dresdner Robotron-Kantine 

Vier in Dresden lebende Künstler:innen, André Tempel, Henning Haupt, Stephanie Lüning und Ina Weise wurden eingeladen, temporär die Außenfassade des leerstehenden Gebäudes, einem Bau der Ostmoderne im Herzen der Stadt, zu bespielen. Mit ihren aufeinanderfolgenden Arbeiten setzen sie dem fortschreitenden Vandalismus an diesem für die kulturelle Identität der Stadt bedeutenden architektonischen Zeichen der Ostmoderne buchstäblich Kunst entgegen.

Das für November geplante Projekt Prelude beginnt nun pandemiebedingt im Dezember ohne Veranstaltungen und hat einen betont prozessorientierten Charakter. André Tempel beginnt als Erster der vier eingeladenen Künstlerinnen und Künstlern mit dem künstlerischen Arbeitsprozess, in dem er das Gebäude mit einer neuen Fassade aus farbigen Folien einfassen wird. Besucherinnen und Besucher sind bis März 2021 zur individuellen Besichtigung der künstlerischen Veränderungen an der Außenfassade eingeladen. Ab Donnerstag, den 19. November, sind erste Arbeitsproben von André Tempel zu sehen.

Das Projekt Nord Ost Süd West ist einem der ältesten Orientierungsverfahren der Menschheit gewidmet: So wie die Himmelsrichtungen den Wunsch der Menschheit transportieren, ins Unbekannte aufzubrechen und Neues zu suchen, aber auch sich selbst zu verorten, so steht auch das Kreiseln der Kompassnadel gerade in Zeiten der Pandemie für das Erhalten und das Aktivieren von Beziehungen zu anderen Menschen und Landschaften. Die Projektbeteiligten wollen ein Zeichen setzen, das zeigt, dass man gemeinsam mit der Welt in Kontakt bleiben möchte.

Für die internationale Ausstellung im Jahr 2022, die bereits im Herbst 2020 mit einer Phase der Vernetzung von Orten, Menschen und Institutionen innerhalb der Stadt beginnt, werden neue Ausstellungsräume und Freiflächen im Stadtraum erschlossen: Einkaufszentren, Bahnhöfe, Friedhofskapellen oder die Hohlräume unter den Elbbrücken können zum Ausstellungsort werden. Geplant sind weitere Beiträge des Projektes „Nord Ost Süd West“ im Sommer im Rahmen der OSTRALE Biennale O21 wie auch im darauffolgenden Jahr in und an der Kantine.

Kunst ist Teil der Gesellschaft. Gerade in Zeiten der Pandemie erscheint es uns wichtig, zu improvisieren und auch ermutigende Zeichen zu setzen. Bewusst wurden lokale Künstlerinnen und Künstler zum Auftakt eingeladen, um Dresdner Kulturschaffende in diesen schwierigen Zeiten zu stärken.