Ausstellung

Heute 10. Jul – 17. Okt 2021

Was die Augen nicht sehen, kann das Herz nicht fühlen.

Ort: Kunsthaus

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  • Silvia Noronha, Shifting Geologies, 2020, Foto: Sebastian Eggler
    Silvia Noronha, Shifting Geologies, 2020, Foto: Sebastian Eggler
  • Chico Togni & Kadija de Paula in collaboration with FELL, HOW TO BUILD A ROCK, 2021 (Ausschnitt)
    Chico Togni & Kadija de Paula in collaboration with FELL, HOW TO BUILD A ROCK, 2021 (Ausschnitt)
  • Lois Weinberger, Pflanzen-Transfer Berlin, 1994
    Lois Weinberger, Pflanzen-Transfer Berlin, 1994
  • Andreas Kempe, Bildling #103 (nach R.M.), 2011
    Andreas Kempe, Bildling #103 (nach R.M.), 2011
  • Patricia Esquivias, Cardón Cardinal, 2020, (Videostill)
    Patricia Esquivias, Cardón Cardinal, 2020, (Videostill)
  • Minia Biabiany, toli toli, 2018,  (Videostill)
    Minia Biabiany, toli toli, 2018, (Videostill)
  • Antje Majewski, Kleine Passagen (1), 2019, © VG Bild-Kunst, Bonn 2021, photo by Jens Ziehe
courtesy the artist and neugerriemschneider, Berlin
    Antje Majewski, Kleine Passagen (1), 2019, © VG Bild-Kunst, Bonn 2021, photo by Jens Ziehe courtesy the artist and neugerriemschneider, Berlin
  • Uriel Orlow, Wild Almond Tree (Cape Town), 2016 from the series The Memory of Trees, © Uriel Orlow / VG Bild-Kunst Bonn
    Uriel Orlow, Wild Almond Tree (Cape Town), 2016 from the series The Memory of Trees, © Uriel Orlow / VG Bild-Kunst Bonn

Aline Baiana, Minia Biabiany, Kadija de Paula & Chico Togni in collaboration with FELL, Patricia Esquivias, Andreas Kempe, Antje Majewski, Silvia Noronha, Uriel Orlow, Lois Weinberger

Die Ausstellung What the eyes cannot see, the heart cannot feel / Was die Augen nicht sehen, kann das Herz nicht fühlen widmet sich der Koexistenz des Menschen mit seiner natürlichen Umgebung. Landschaften und Ökosysteme werden und wurden überall auf der Welt durch Eingriffe des Menschen verändert, während Sprachen und Kulturtechniken in unmittelbarer Reaktion auf Landschaften, Pflanzen und Böden entstanden.

Ob wir die Notwendigkeiten dieses Lebens in Koexistenz erkennen, wird entscheidend dafür sein, ob das Überleben auf diesem Planeten gelingt. What the eyes cannot see, the heart cannot feel / Was die Augen nicht sehen, kann das Herz nicht fühlen zeigt zeitgenössische, künstlerische Arbeiten, die unterschiedliche Narrative von Koexistenz und globalem Wissen wachrufen.

Mit behutsamen, archäologischen, teils forschenden, teils experimentellen Herangehensweisen und naturnahen Anordnungen, basierend auf Anekdoten, Gesprächen und Archivmaterial, greifen die künstlerischen Arbeiten verknüpfte Geschichten an verschiedenen Orten auf dem Globus exemplarisch auf.

Die moderne Forstwirtschaft und das historische Wissen über den Borkenkäfer kommen hier ebenso in den Blick, wie die Geschichte einer riesigen Kaktuspflanze aus dem Norden von Mexiko, die 1992 nach Sevilla verpflanzt wurde. Bäume erzählen als stumme Zeugen die Apartheitsgeschichte Südafrikas und Filmmaterial aus der Geschichte der Umweltbewegung lässt die Größe der Aufgabe erahnen, die immer noch vor uns liegt: nämlich das (Wieder)-Erlernen von Sprachen und Formen des Wissens, die dem Vergessen anheimfielen oder systematisch marginalisiert wurden.

Anhand eines spekulativen Blicks aus der Zukunft auf die Zeit, in der wir heute leben, geht es auch darum, ob und wie es dem Menschen gelingt, wieder Teil eines Kreislaufsystems zu werden – oder was die Archäologie finden wird wenn  sie nach Spuren unseres Lebens sucht?

Kuratiert von: Christiane Mennicke-Schwarz, Vincent Schier

Still Crazy – 30 Jahre Kunsthaus Dresden 

In diesem  Jahr 2021 feiert das Kunsthaus mit langfristigen Projekten im Garten, temporären Interventionen im Stadtraum und ausgewählten Ausstellungen die wunderbare Fähigkeit zeitgenössischer Kunst, Orte, Menschen und ihre Beziehungen zueinander verändern – und damit auch sein 30-jähriges Bestehen.

Mit der Ausstellung beginnt auch Listening to the Stones, ein besonderes Jubiläumsprojekt mit Interventionen im Kunsthaus im Stadtraum sowie im Garten und digitalen und analogen künstlerischen Formaten. In Zusammenarbeit mit der Kuratorin Miya Yoshida, gefördert durch die Japan Foundation.

Parallel zu „Was die Augen nicht sehen, kann das Herz nicht fühlen“ eröffnet in den Technischen Sammlungen Dresden ebenfalls eine neue Ausstellung, die sich aus wissenschaftlicher Perspektive mit ähnlichen Themen befasst: Wolke 8. Das Klima und Wir ist eine interaktive Ausstellung im Ernemannturm über Klimaforschung, Klimawandel und was wir dagegen tun sollten. 

Veranstaltungen:

  • Ausstellung

    Ort: Kunsthaus

    Sa, 10. Jul – So, 11. Jul 2021, 11-19 Uhr

    Herzliche Einladung zum Eröffnungswochenende

    Am Eröffnungswochenende ist der Eintritt frei. Das kuratorische Team steht für Gespräche und Begegnungen in der Ausstellung zur Verfügung und wir freuen uns auf Ihren Besuch!