Zorka Wollny
Voices / Stimmen
Zorka Wollny ist eine Künstlerin aus Polen. Sie wurde 1980 in Krakau geboren.
„Voices“ (auf Deutsch „Stimmen“) ist ihre erste Einzelausstellung in Deutschland.
Zorka Wollny verbindet verschiedene Künste miteinander. Dabei entstehen Aktionen, Klänge und Musik. Oft bezieht sich die Kunst auf den Raum, in dem sie gezeigt wird. Außerdem geht es um den Zusammenhang zwischen Körper und Stimme.
Die Kunst beschäftigt sich mit den Fragen unserer Zeit:
Welche Rolle haben wir als Mensch?
Welchen Einfluss haben bestimmte Themen – wie zum Beispiel Migration?
Was bedeuten uns alte Fabriken und Landschaften, die durch Industrie verändert wurden?
Was können wir tun, damit unsere Verbindung zur Natur wieder stärker wird?
Wer darf in der Gesellschaft mitentscheiden?
Und wie können wir unsere Stimme und damit unsere Meinung laut werden lassen?
Zorka Wollnys Arbeiten zeigen Gemeinschaft und Einfühlungsvermögen. Es entstehen aber auch Gefühle wie Wut und Angst. Die Stimme und der Körper helfen dabei, diese Emotionen zu heilen. Man wird stärker, widerstandsfähiger.
Zorka Wollny arbeitet häufig mit anderen Künstler*innen zusammen. Mit dem Bandprojekt Psychedelic Choir hat sie Musikstücke entwickelt. Der Chor flüstert, atmet, stöhnt und schreit. Das erinnert an die Komponistinnen Joan La Barbara oder Meredith Monk. Und ist doch völlig neu.
Die Werke der Ausstellung sind in Stettin, Banska Štiavnica, Chicago, New York, Istanbul, Warschau, Rio de Janeiro, Berlin, Mombasa, Kilifi und Dresden entstanden. Sie verbinden Aktionskunst, Tanz, Gesang und Bildhauerei miteinander.