Ausstellung

Heute 21. Mai – 26. Jul 2026

Produktive Unruhe

Ort: robotron-Kantine, Lingnerallee am Skatepark

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  • 2026.05.20; KH Dresden, Produktive Unruhe; Foto: Anja Schneider
    2026.05.20; KH Dresden, Produktive Unruhe; Foto: Anja Schneider
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    2026.05.20; KH Dresden, Produktive Unruhe; Foto: Anja Schneider
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    2026.05.20; KH Dresden, Produktive Unruhe; Foto: Anja Schneider
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    2026.05.20; KH Dresden, Produktive Unruhe; Foto: Anja Schneider
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    2026.05.20; KH Dresden, Produktive Unruhe; Foto: Anja Schneider
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    2026.05.20; KH Dresden, Produktive Unruhe; Foto: Anja Schneider
  • 2026.05.20; KH Dresden, Produktive Unruhe; Foto: Anja Schneider
    2026.05.20; KH Dresden, Produktive Unruhe; Foto: Anja Schneider
  • 2026.05.20; KH Dresden, Produktive Unruhe; Foto: Anja Schneider
    2026.05.20; KH Dresden, Produktive Unruhe; Foto: Anja Schneider
  • 2026.05.20; KH Dresden, Produktive Unruhe; Foto: Anja Schneider
    2026.05.20; KH Dresden, Produktive Unruhe; Foto: Anja Schneider
  • 2026.05.20; KH Dresden, Produktive Unruhe; Foto: Anja Schneider
    2026.05.20; KH Dresden, Produktive Unruhe; Foto: Anja Schneider
  • 2026.05.20; KH Dresden, Produktive Unruhe; Foto: Anja Schneider
    2026.05.20; KH Dresden, Produktive Unruhe; Foto: Anja Schneider
  • 2026.05.20; KH Dresden, Produktive Unruhe; Foto: Anja Schneider
    2026.05.20; KH Dresden, Produktive Unruhe; Foto: Anja Schneider
  • 2026.05.20, Kunsthaus Dresden, Robotron Kantine, Produktive Unruhe, Foto A
    2026.05.20, Kunsthaus Dresden, Robotron Kantine, Produktive Unruhe, Foto A
  • 2026.05.20, Kunsthaus Dresden, Robotron Kantine, Produktive Unruhe, Foto A
    2026.05.20, Kunsthaus Dresden, Robotron Kantine, Produktive Unruhe, Foto A

Produktive Unruhe. Kunst, Publikum und Alternativkultur im Spannungsfeld der IX. und X. Kunstausstellung der DDR in den 80er Jahren.

 

Vom 21. Mai bis zum 26. Juli in der robotron-Kantine

 

Mit Werken von Karl-Heinz Adler, Walter Arnold, Bernd Bankroth, Falko Behrendt, Sibylle Bergemann, Christian Borchert, Anna Bromley, Klaus Dennhardt, Reinhard Dietrich, Michael Freudenberg, Freunde der italienischen Oper, Manuel Frolik, Manuel Frolik, Hubertus Giebe, Hermann Glöckner, Dieter Goltzsche, Eberhard Göschel, Hans-Hendrik Grimmling, Herta Günther, Angela Hampel, Andreas Hegewald, Christian Heinze, Christine Heitmann, Ernst Hirsch / Gartenfest Heinz Wittig, Olaf Holzapfel, Wilhelm Klotzek, Friedrich Kracht, Sylvie Kürsten, Gerda Lepke, Werner Lieberknecht, Peter Makolies, Martin Maleschka, Yana Milev, Henrike Naumann, Helga Paris, A. R. Penck, Johannes Peschel, David Polzin, Núria Quevedo, Günther Rechn, Gerhard Rommel, Jürgen Schieferdecker, Hanns Schimansky, Werner Schinko, Luise Schröder, Klaus Schwabe, Sabine Slatosch, Wolfgang Smy, Erika Stürmer-Alex, Ulrich Tarlatt, Alfred Thiele, Max Uhlig, Norbert Wagenbrett, Suse Weber, Claus Weidensdorfer, Horst Weisse, Olav Westphalen, Leoni Wirth, Karla Woisnitza, Ruth Wolf-Rehfeldt, Willy Wolff, Ulrich Wüst, Fotis Zaprasis

 

Mit einem künstlerischen Zeitzeug*innenprojekt von Sylvie Kürsten mit Susanne Altmann, Michael Freudenberg, Hubertus Giebe, Prof. Dr. Bernd Lindner, Yana Milev, Peter Segor, Sabine Slatosch

Zu dieser Ausstellung gibt es
keinen Text in Leichter Sprache.


Erst seit Dezember 2020
haben wir Informationen
über unsere Ausstellungen in Leichter Sprache.

Die 1980er Jahre waren auch in Dresden eine bewegte unruhige Zeit, voller Widersprüche, Auseinandersetzungen und Neuanfänge. Welche Ausdrucksformen konnten sich durchsetzen und welche neuen Beziehungen entstanden zwischen Kunst und Publikum diesseits und jenseits staatlicher Lenkung? Die Ausstellung „Produktive Unruhe“ nimmt ausgewählte Positionen der Kunst, der Fotografie und der Alternativkultur dieser Zeit als Resonanzraum sich anbahnender gesellschaftlicher Veränderungen in den Blick. Den Ausgangspunkt bilden die IX. und X. Kunstausstellung als größte und meistbesuchte Überblicksausstellung der DDR, in denen sich bereits die Vielfalt des damaligen künstlerischen Wirkens abbildet, aber auch ausgewählte Positionen einer Alternativkultur, die zu diesem Zeitpunkt bereits eigene Wege jenseits der staatlich gelenkten Bahnen sucht und findet.Die gemeinsam entwickelte Ausstellung bietet Einblicke in diese besondere Zeit, überwiegend anhand der grafischen Sammlungsbestände des Zentrums für Kunstausstellungen der DDR (ZfK), die 1991 nach der Auflösung des ZfK dem ifa – Institut für Auslandsbeziehungen übertragen wurden. Im selben Jahr entstand auch das Kunsthaus Dresden als Nachfolgeinrichtung der ehemaligen Dresdner Außenstelle des ZfK und heutige städtische Galerie für Gegenwartskunst.

Gleich mehrere künstlerische Neuproduktionen eröffnen – zum Teil auch in Auseinandersetzungmit der eigenen Familienbiografie – den Dialog zwischen den Generationen in dieser Ausstellung mit Werken und Leihgaben von insgesamt mehr als 50 Künstler*innen.

Auch der forschende Blick auf das Publikum von damals, seine Interaktion mit der Kunst damals wie heute hier, und das historische dokumentarische Material verweben Perspektiven der Gegenwart und der Vergangenheit miteinander und schlagen eine Brücke zu den Menschen und der Atmosphäre der 8oer Jahre in einem Land in Unruhe.

Eine gemeinsame Ausstellung des Kunsthauses Dresden und dem ifa-Institut für Auslandsbeziehungen in Kooperation mit der Wüstenrot Stiftung. Zu den weiteren Partnern zählen der Kunstfonds / Staatliche Kunstsammlungen Dresden und Art in Networks – ein Forschungsprojekt der Professur für Bildwissenschaft und Kunstgeschichte der TU Dresden.

Unser Dank gilt der SLUB – Deutsche Fotothek, der Sammlung des Albertinum / Staatliche Kunstsammlungen Dresden, dem Lindenau Museum Altenburg, dem Getty Research Institute in Los Angeles, dem Stadtarchiv Dresden, dem Deutschen Hygienemuseum Dresden, der Galerie Himmel Dresden und vielen weiteren Partnern und Leihgebern.

Kuratiert von Susanne Weiß und Christiane Mennicke-Schwarz begleitet durch Sylvie Kürsten, Robert Thiele, Julianne Csapo, Lars Hiller, Laura Schulze. Mit Dank für wichtige Hinweise und Zusammenarbeit an: Silke Wagler, Prof. Dr. Bernd Lindner, Olaf Holzapfel, Luise Schröder. Archivarbeit: Janine Wagler, Dr. Swantje Greve. Ausstellungsarchitektur lfm2 Leipzig.

 

Ort: Robotron-Kantine, Lingnerallee am Skatepark, 01069 Dresden

Öffnungszeiten
Mi – Fr 16 – 19 Uhr
Sa & So 12 -18 Uhr
Eintritt frei

 

Gefördert durch die Stiftung Kunstfonds Bonn und dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, die Volker-Homann-Stiftung und die Stiftung Kunst und Musik für Dresden.

Veranstaltungen:

  • Ort: robotron-Kantine, Lingnerallee am Skatepark, Dresden-Zentrum

    Mi, 20. Mai 2026, 18 Uhr


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    Feierliche Eröffnung der Ausstellung mit einem Konzert der "Freunde der italienischen Oper"

    Eröffnung mit einem Grußwort der Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch und einem Panelgespräch mit Beitragenden zur Ausstellung

    Live-Konzert der Band „Freunde der italienischen Oper“ (20 Uhr)

     

    Abbildung: Freunde der Italienischen Oper, Filmstill aus She Kill The Laugh, 1989, Copyright: Freunde der Italienischen Oper/ Ray von Zschechau

     

     

     

  • Konzert

    Ort: robotron-Kantine, Lingnerallee am Skatepark, Dresden-Zentrum

    Mi, 20. Mai 2026, 20 Uhr


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    Konzert der "Freunde der italienischen Oper"

    Die FREUNDE DER ITALIENISCHEN OPER wurden 1987 in Dresden von Sänger Ray van Zeschau, der sich zu dieser Zeit noch den Künstlernamen R.J.K.K. Hänsch gibt, dem Schlagzeuger Tom Gross und dem Posaunisten Rainer A. Schmidt gegründet. Am 7. Oktober 1988 traten sie erstmals, zu diesem Zeitpunkt noch illegal, im „Klub Südstadt“ in Cottbus auf. Schon kurz darauf wurde Regisseur Wolfgang Engel auf sie aufmerksam und engagierte sie für seine Faust-Inszenierung am Staatsschauspiel Dresden mit Sänger Ray van Zeschau in der Rolle des „Euphorion“. Anfang 1990 wurde ihre erste LP in Westberlin aufgenommen. Einen Tag nach Einspielung der Aufnahmen verschwanden nach einem Einbruch die Bänder samt Studiotechnik und tauchten nie wieder auf. Ihre zweite LP „Um Thron und Liebe“ erschien 1991 auf Vinyl. Anfang der 1990er Jahre galten FDIO unter vielen Journalisten als beste und innovativste Band der neuen Länder. Nach einer gleichnamige Tournee gab die Band am 23. Dezember 1992 in Montegalda, Italien, ihr vorerst letztes Konzert.

    Nach einigen wenigen Reunions – unter anderem brachte Opernstar René Pape die Band 2005 noch einmal für die ARTE-Dokumentation „Der Bass René Pape – Mein Herz brennt“ zusammen – spielen FREUNDE DER ITALIENISCHEN OPER in neuer Besetzung seit 2018 wieder regelmäßig Konzerte. 2018 erschien die CD „Via Dolorosa“, welche größtenteils neu eingespielte Versionen der alten Songs enthielt. Mit „Brüder, zur Sonne, zur Freiheit“ veröffentlichten sie 2020 eine Split EP mit der Leipziger Band Die Art. Ihr aktuelles Album „Kassandra Komplex“ wurde 2024 mit einem Konzert im Dresdner Schauspielhaus veröffentlicht.

  • Gespräch

    Ort: robotron-Kantine, Lingnerallee am Skatepark, Dresden-Zentrum

    Mi, 27. Mai 2026, 18 Uhr


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    „Etwas musste raus“: Podiumsgespräch mit Uwe Stuhrberg, Jörg Schittkowski, Ray van Zeschau und Ralf Kerbach

    Podiumsdiskussion zum musikalischen Underground Dresdens in den 1980er Jahren im Rahmen der Ausstellung „Produktive Unruhe“ in der robotron-Kantine mit Uwe Stuhrberg (Chefredakteur SAX Das Dresdner Stadtmagazin), Jörg Schittkowski (Musiker), Ray van Zeschau (Musiker, Fotograf, Filmschaffender und Journalist) und Ralf Kerbach (Maler, Grafiker, Gründungsmitglied Zwitschermaschine)

    20 Uhr Live-Konzert „Der Schlagzeuger von Zwitschermaschine“

     

  • Konzert

    Ort: robotron-Kantine, Lingnerallee am Skatepark, Dresden-Zentrum

    Mi, 27. Mai 2026, 20 Uhr


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    Konzert "Der Schlagzeuger von Zwitschermaschine"

    Konzert der Band „Der Schlagzeuger von Zwitschermaschine (DSVZ)“
    im Rahmen der Ausstellung „Produktive Unruhe“ in der robotron-Kantine

     

    Die Band wurde von dem Schlagzeuger der Art-Punkband der DDR „Zwitschermaschine“ Wolfgang Grossmann gegründet, ins Leben gerufen von Cornelia Schleime und Ralf Kerbach exisitierte die damals und bis heute legendäre Formation ursprünglich von 1979 bis 1983. „Der Schlagzeuger von Zwitschermaschine“ in einer sechsköpfigen Besetzung unter anderem mit Wolfgang Grossmann (Vocals, Schlagzeug), Ralf Kerbach (Gitarre) und Jörg Schittkowski (Bass, Gitarre)
    rekonstruiert Altmaterial und komponiert neue Musik, die mit Michael Roms nicht entgrateter Dichtung Punk, Freestyle und Expressionismus annektiert.

    Aktuelle Besetzung:

     

    Wolfgang Grossmann (Vocals, Schlagzeug)
    Ralf Kerbach (Gitarre)
    Jörg Schittkowski (Bass, Gitarre)
    Rajko Gohlke (Bass)
    Pegman (Gitarre)
    Serge (Schlagzeug)

    Zum Hintergrund

    Zwitschermaschine beziehungsweise Vierte Wurzel aus Zwitschermaschine war eine Art-Punkband aus der DDR, die von 1979 bis 1983 existierte. Gegründet wurde sie Cornelia Schleime und Ralf Kerbach, die sich an der Dresdner Hochschule für bildende Künste kennengelernt hatten. Schon während des Studiums mit einem Ausstellungsverbot belegt, waren die beiden auf der Suche nach anderen Ausdrucksformen.

    Zunächst blieb das Projekt namenlos, nach kurzer Zeit kamen Matthias Zeidler am Bass und Michael Rom als zweiter Sänger und Dichter hinzu. Fünfter im Bunde wurde der Schriftsteller Sascha Anderson, der später als inoffizieller Mitarbeiter der Staatssicherheit enttarnt wurde, sechster schließlich der Schauspieler Wolfgang Grossmann am Schlagzeug. Die Band spielte ausschließlich eigene Stücke, da mit Schleime, Rom und Anderson gleich drei Wort- und Stimmgewaltige in der Band eigene Texte schrieben und performten.

    Der Clash aus Rock mit Punk-Attitüde sowie dadaistischer Performance und großartigen Lyrics war einzigartig. Schnell zogen die seltenen Auftritte die Underground-Szene aus Musik und Kunst an. Sie verweigerten die offizielle „Einstufung“ durch die DDR-Behörden, wurden von Volkspolizei und Stasi schikaniert und bespitzelt, durften nur privat oder im Rahmen der Kirche auftreten und konnten ihre Musik nur auf Kassetten veröffentlichen. Dass die Stasi einerseits Druck aufbaute, die Band durch die Beteiligung von IM Anderson aber auch gewähren ließ, war eine der paradoxen Besonderheit der DDR-eigener Kultur- und Überwachungspolitik. Unter dem Auge des Geheimdienstes knüpfte Anderson Westkontakte, auch um dort eine Platte zu veröffentlichen. Doch bevor das gelang, musste Bandgründer Ralf Kerbach 1982 die DDR gen Westberlin verlassen, wo er wieder als Künstler arbeiten konnte.

    1983 erschien in Westberlin unter dem Titel „eNDe. DDR von unten“ eine Split-LP mit Aufnahmen von Zwitschermaschine und der Thüringer Punkband Schleim-Keim. Fast alle veröffentlichten A-Seiten-Stücke enthielten Texte von Anderson. Michael Rom war nicht vertreten und Zwitschermaschine auch durch den Verlust Kerbachs mit dieser Veröffentlichung am Ende angelangt. Michael Rom starb 1991 bei seiner Arbeit als Nachtportier bei einem bis heute nicht aufgeklärten Raubüberfall.

    Angeregt durch das Herausgeben von Michael Roms Buch »will nicht zu den großohrigen elefanten« (Verlag Vorwerk 8, Berlin), aktivierte Wolfgang Grossmann, der Schlagzeuger von Zwitschermaschine, seine Erinnerungen und versammelte Musiker und den Fehlfarben-Sänger Peter Hein, die dessen Songs wiederbeleben. So wird Altmaterial rekonstruiert und neue Musik komponiert, die mit Michael Roms nicht entgrateter Dichtung Punk, Freestyle und Expressionismus annektiert. Es entsteht eine neue Band unter dem Namen Der Schlagzeuger von Zwitschermaschine und ihr Album ROM, das 2024 bei Rundling-Records erschienen ist – „ein melancholisches und cooles Album, das erahnen lässt, wie es gewesen sein könnte, und doch in der Gegenwart situiert ist.“ (taz)

     

  • Gespräch

    Ort: robotron-Kantine, Lingnerallee am Skatepark, Dresden-Zentrum

    Mi, 3. Jun 2026, 18 Uhr


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    „Das Publikum und die Kunstausstellungen der DDR“ & "Exhibition Politics. Die Documenta und die DDR" Vortrag und Gespräch

    Wir laden Euch herzlich ein! 

     Vortrag und Gespräch 

    „Das Publikum und die Kunstausstellungen der DDR“ & „Exhibition Politics. Die Documenta und die DDR“

    mit Prof. Dr. Bernd Lindner (Leipzig) und Dr. Alexia Pooth (Bochum)
    um 18 Uhr
    in der robotron-Kantine

    Wir freuen uns auf einen besonderen Abend mit Prof. Dr. Bernd Lindner aus Leipzig und Dr. Alexia Pooth aus Bochum (Moderation: Julianne Csapo und Christiane Mennicke-Schwarz).

    Die Kunstausstellung der DDR, die 1946 erstmals in Dresden stattfand und fortan im Fünf-Jahres-Rhythmus veranstaltet wurde, ist in den 1980er Jahren mit ihren wichtigsten Ausstellungsorten im Albertinum und den Ausstellungshallen am Fučíkplatz zu der größten und meistbesuchten Überblicksausstellung der DDR angewachsen: Die X. Kunstausstellung (1987/88) wurde 1,1 Million Menschen besucht.

    Prof. Dr. Bernd Lindner, der in seinem Vortrag die Geschichte der Kunstausstellungen der DDR und die besonderen Beziehungen des Publikums zur Kunst beleuchtet, leitete damals als junger Wissenschafter am Zentralinstitut für Jugendforschung (ZIJ) Leipzig  das Forschungsteam, das im Auftrag des Verbandes Bildender Künstler (VBK) erstmals das Publikum einer zentralen Kunstausstellung der DDR anlässlich der IX. Kunstausstellung (1982/83) und X. Kunstausstellung (1987/88) in Dresden befragte und repräsentative empirische Daten ermittelte.

    In welcher Beziehung stand die 9 Jahre später als die Kunstausstellung der DDR im Westen Deutschlands ins Leben gerufene Documenta in Kassel mit der Dresdner Großausstellung? Das anschließende Gespräch mit der Bochumer Kunsthistorikerin Dr. Alexia Pooth und Prof. Dr. Bernd Lindner führt ost- und westdeutsche Perspektiven zusammen und beleuchtet das spannungsvolle Verhältnis der beiden Großausstellungen.

    Welches Bild machten sich Künstler*innen und Kulturfunktionär*innen in Ost-Berlin, Dresden oder Rostock von der documenta und wie schauten umgekehrt die kuratorischen Teams auf die DDR? In ihrer 2024 erschienenen Studie Exhibition Politics. Die documenta und die DDR hat Dr. Alexia Pooth dieses besondere Kapitel der Kasseler Ausstellungsgeschichte rekonstruiert und damit  eine Rezeptions- und Wahrnehmungsgeschichte nach gezeichnet, in der es trotz politischer Frontstellungen immer auch Austausch gab. Der inhaltliche Bogen reicht von der Gründung der documenta 1955 bis zu Catherine Davids documenta 10 im Jahr 1997.

    Wir freuen uns auf diesen besonderen Abend und den gemeinsamen Austausch!

    Die Bar ist geöffnet – wir freuen uns auf Euch!

     

    Abbildung: Dresden, Albertinum. 3. Deutsche Kunstausstellung Dresden, Frühjahr 1953, Foto: Erick Höhne, Copyright: Europeana.eu / SLUB Deutsche Fotothek

  • Ort: robotron-Kantine, Lingnerallee am Skatepark, Dresden-Zentrum

    Sa, 20. Jun 2026, 18 Uhr


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    MUSEUMSSOMMERNACHT: Podiumsgespräch zu Alternativkulturen im Kunstschaffen der DDR

    Veranstaltung zur Sommernacht der Museen:

    Podiumsgespräch mit Dr. Angelika Weißbach (Kunsthistorikerin), Michael Freudenberg (Künstler) und Michael Frolik (Künstler) zu den Alternativkulturen im Kunstschaffen der DDR. Ein Themenschwerpunkt wird die Ausstellung „Frühstück im Freien“ von 1982 im Leonhardi-Museum sein.

  • Konzert

    Ort: robotron-Kantine, Lingnerallee am Skatepark

    Sa, 20. Jun 2026, 21 Uhr


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    Museumssommernacht: Konzert Barbara Morgenstern, Support: Tonia Reeh

    Konzerte zur Sommernacht der Museen:

    Barbara Morgensterns letztes Album „In anderem Licht“ wurde im Januar 2024 bei Staatsaktveröffentlicht und mit einer 6-köpfigen akustischen Band auf die Bühne gebracht. Jetzt steht sie solo auf der Bühne und spielt (teils) gemeinsam mit Tonia Reeh Stücke ihres nächsten Albums, das noch im Entstehungsprozess ist. Das Album wird eine Erzählung sein, die Geschichte eines unbeschriebenen Blattes auf den verschiedenen Stationen seiner Entwicklung. Die Faszination des Neuen, das Straucheln, das Suchen, das Finden, das Kämpfen, das Aufgeben und vor allen Dingen: die Freude am Prozess, denn „Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne.“ Musikalisch stehen ein Prohet-Synthesizer, Gesang und Elektronik im Vordergrund. Außerdem spielt sie Stücke vom letzten Album und den Vorgänger-Alben.

    Nevertheless, the music: „Barbara Morgenstern gehört seit über 20 Jahren zu den eigenständigsten Musiker:innen dieser Republik. Von der Berliner Wohnzimmer-Szene der 90er Jahre bis zu den preisgekrönten Theater-Produktionen mit Rimini-Protokoll der letzten Jahre, folgt sie stets ihrer inneren Stimme imungebrochenen Glauben an die Magie der Musik. “ (Maurice Summen, Staatsakt)

     

    Tonia Reeh präsentiert ihr gerade erschienenes Album „Blues Babies“ (Git/Voc)

    kurz: akustische Gitarre, rauher Gesang, öfter mit Eurico Ferreira Mathias (Cello)

    wie: dirty, roh, harte Stories, antifaschistisch, intim

    lang: Es ist schräg in der 3. Person über sich selbst zu schreiben, soll das doch verdecken, daß ich selbst meine Künstlerinneninfo schreiben muss. Berliner Indie Underground enfant terrible. Mit einer langen musikalischen Historie von Indie, Post Rock bis zu Elektrotrash, Klavierpunk, Revolutionsflamenco und Filmmusik. Früher beheimatet auf Labels wie Monika, Sinnbus, Clouds Hill, Solaris Empire. Jetzt wieder DIY und solo unter ihrem bürgerlichen Namen. Diesmal mit stromsparender Akustikgitarre und Stimme, auch begleitet von Eurico Ferreira Mathias am Cello.

    Songs: Kleine auf den Punkt gebrachte Geschichten, feministisch, anarchistisch, traurig, poetisch und anmaßend frech.

    Immer auf der Seite der Krummen, der Ausgebeuteten: Frauen, Nashörnern , Kindern, Oktaedern, Obdachlosen, Migrantinnen, Gitarren, Losern und Prostituierten.

  • Gespräch

    Ort: robotron-Kantine, Lingnerallee am Skatepark

    Mi, 24. Jun 2026, 18 Uhr


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    "Reise(un)freiheit - Kunst und Mobilität zur Zeit der DDR" Vortrag und Gespräch

    Wir laden Euch herzlich ein

    am Mittwoch, den 24. Juni um 18 Uhr

    zu einem besonderen Vortrag und Podiumsgespräch mit Prof. Dr. Kerstin Schankweiler (TU Dresden), Anna Bromley (Künstlerin) und Dr. Hala Ghoname (TU Dresden) zu den Künstler*innen-Reisen in den 80er Jahren in der DDR

     

    Kaum ein anderes Thema bewegte Kunstschaffende in der DDR so sehr wie das Reisen ins Ausland. Trotz der restriktiven Rahmenbedingungen im Staatssozialismus konnten überraschend viele Künstler:innen internationale Reisen unternehmen – zugleich wurden zahlreichen anderen diese Möglichkeiten verwehrt. Studienreisen, Delegationen, Ausstellungen oder kulturpolitische Austauschprogramme ermöglichten es ihnen in andere sozialistische Länder, in außereuropäische „Bruderstaaten“, aber auch in das „nicht-sozialistische Ausland“ zu reisen.  Zugleich gehörten Reiseverbote, inoffizielle Reisen und das künstlerische Engagement für offene Grenzen zur Kehrseite dieser eingeschränkten Mobilität. Nicht selten wurde die Kunst selbst zum Mittel des Protests gegen die Einschränkungen.  Der Vortrag von Prof. Dr. Kerstin Schankweiler widmet sich den Spannungsfeldern der Reise(un)freiheit und beleuchtet Beispiele einer vielschichtigen Geschichte von Privilegien, Anpassung, Kompromissen, Protesten und Subversionen.

     

    Anna Bromley, Künstlerin der Ausstellung „Produktive Unruhe“ und zweite Referentin an diesem Abend, hat auf die Spurensuche zu den Reisen des Künstlers und Illustrators Werner Schinko begeben, eine Erkundung, die sie zugleich in ihre eigene Kindheit und Familienbiografie führt. Im Zentrum ihrer zugleich räumlich-skulpturalen wie auch und audiovisuellen Installation Vagant Orient, stehen der Künstler ebenso wie ihr eigener Vater sowie ein Geflecht historischer geopolitischer und persönlicher Beziehungen zwischen Syrien und der DDR in den 1960er bis 1980er Jahren, das bis heute nachwirkt.

     

    Die Kunsthistorikerin Dr. Hala Goname ist die dritte Referentin des Abends. In ihrem Beitrag gibt sie Einblicke in ihre Forschung zu der  von 1959 bis 1990 in Dresden produzierten arabischen Zeitschrift al-Majallah: Ṣaḥifa Muṣauwara min Jumhūrīyat Almāniyā al-Dimūqrāṭīya (Das Magazin: Eine illustrierte Zeitung aus der Deutschen Demokratischen Republik). Die DDR sponserte diese arabischsprachige Zeitschrift, die zu den wichtigsten Medien des Kulturaustausches und der Gewinnung von Handelspartnern in der arabischsprachigen Welt gehörte, über drei Jahrzehnte; sie wurde von der Freundschaftsgesellschaft DDR – Arabische Länder unterstützt und von der Deutsch-Arabischen Gesellschaft in der DDR herausgegeben (FID/MENALIB, 2022). Das Magazin, das sowohl lokal als auch in den arabischen Ländern Ägypten, Irak, Libanon, Syrien, Tunesien, Sudan und Algerien verbreitet wurde, zeichnete sich unter anderem dadurch aus, dass es von deutschen Einheimischen und Intellektuellen produziert wurde, die die Sprachen des Nahen Ostens beherrschten, und nicht von arabischen Bürger:innen, die in der DDR gelebt hatten.

     

    Wir freuen uns auf diesen besonderen Abend und den gemeinsamen Austausch!

     

    Die Bar ist geöffnet – wir freuen uns auf Euch!

     

    Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit Art in Networks – ein Forschungsprojekt der Professur für Bildwissenschaft und Kunstgeschichte der TU Dresden 

     

    Textbeiträge, Videointerviews und Quellenverweise zu diesem vielschichtigen und außerordentlich informativen Forschungsprojekt zu den Auslandsbeziehungen der DDR finden Sie auch unter https://artinnetworks.webspace.tu-dresden.de/de

     

    Abbildung: Gruppenfoto im Camp1979: Edmund Bechtle, Uwe Bullmann, Christian Heinze, Günther Rechn, Falko Behrendt
    Foto: Mahmoud Dabdoub

     

  • Konzert

    Ort: robotron-Kantine, Lingnerallee am Skatepark

    Sa, 27. Jun – So, 28. Jun 2026


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    Öffentliche Probe einer Überschreibung

    Zu einer performativen Überschreibung der Installation Bohrer_Bühne: Knüppel aus dem Sack von Suse Weber in Kooperation mit Studierenden des internationalen Studiengangs Public Art and New Artistic Strategies (PANAS) der Bauhaus-Universität Weimar laden wir an diesem Wochenende herzlich ein!

    Performative Überschreibung:

    Samstag, 27. Juni, 12-18 Uhr
    Sonntag, 28. Juni, 12-15 Uhr

    Performer*innen: Albina Akhmedova, Mesut Ata, Marivi Bauer, Laura Eleana Bein, Nelson Castro, Rosa Annelie Friedrich, Lilian Fuchs, Margarita Cristina Garcia, Clarissa Garcia Hidalgo, Lana Annijia Karklina, Farhat Khan, Julia Anna Sophie Kitzberger, Zakhar Komarov-Zelinskii, Philip Kopp, Sinan Kücükvardar, Daria Lashutina, Ambar Luna, Lilith Ona Patscheider, Konstantin Schoser, Chiara Viviani, Petra Philine Vogelsang, Suse Weber

     

    Die begehbare Architektur Überschreibungswerkzeug (Bohrer_Bühne): Knüppel aus dem Sack von Suse Weber wird am diesem Wochenende zu einer performativen Plattform für Studierende des internationalen Studiengangs Public Art and New Artistic Strategies (PANAS) der Bauhaus-Universität Weimar.  Die Installation von Suse Weber, die dem Querschnitt eines Bohrers nachempfunden ist und sich motivisch mit Illustrationen des Künstlers und Grafikers Werner Schinko vorrangig aus der Kinder- und Schulliteratur auseinandersetzt, bildet den Ausgangspunkt für künstlerische Intervention und  Überschreibung.

    Gemeinsam werden Bewegungen, Sounds und das aktive künstlerische Eingreifen in die Installation von Suse Weber an diesem Wochenende erarbeitet und erprobt. Die Performer:innen kommen aus den Bereichen Tanz, Performance, Schauspiel, Medienkunst, Medienarchitektur, Urbanistik, freie Kunst und Kunst im öffentlichen Raum und sind Studierende des Studiengang Public Art and New Arstitic Strategies (PANAS) der Bauhaus-Universität Weimar.

    Die Überschreibung besteht aus der Konfrontation mit Schul- und Märchenbuchillustrationen der DDR von Werner Schinko und der Manipulation durch Suse Weber innerhalb der Konstruktion Bohrer_Bühne und dem Transfer in individuell-globale Kontexte durch die Studierenden. Es werden mögliche Bewegungsabläufe erprobt, eine Sounddynamik aus Stimme, Sprachvielfalt und Ton erzeugt und es erfolgt dadurch eine prozessbasierte gemeinsame künstlerische Überschreibung der Installation durch Eingriffe, Überklebungen und Abriss.

    Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit Suse Weber und dem internationalen Studiengang Public Art and New Arstitic Strategies (PANAS) der Bauhaus-Universität Weimar. 

  • Ort: robotron-Kantine, Lingnerallee am Skatepark

    Fr, 3. Jul – Sa, 4. Jul 2026, 20 Uhr


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    Konzert: Gerhard Schöne - Oder fehlt da noch etwas?

    Herzliche Einladung des Fördervereines Freundeskreis Kunsthaus Dresden e.V.

     

    Der in Coswig bei Dresden lebende Gerhard Schöne ist Liedermacher und Kinderbuchautor und gehört zu den bekanntesten Interpreten Ostdeutschlands. Seine ebenso klugen wie nachdenklich-humorvollen Lieder haben seit den 1980er Jahren in einem Land der Unruhe das Aufwachsen mehrerer Generationen geprägt. Die Idee für das Überraschungskonzert am Freitag, den 3. Juli um 20 Uhr in der aktuellen Ausstellung „Produktive Unruhe“ entstand auf Basis von Gedanken und Querverbindungen der Kunsthistorikerin Susanne Altmann zu den Liedern von Gerhard Schöne und den Kunstausstellungen der DDR für ein filmisches künstlerisches Zeitzeug*innenprojekt von Sylvie Kürsten, das in der Ausstellung zu sehen ist.

     

               Gerhard Schöne hat seine Lieder zu Bildern (teils durch die VII. Kunstausstellung der DDR inspiriert) zwischen 1978 und 1980 geschrieben, nachdem er in Folge seiner Wehrdienstverweigerung als junger Bausoldat nach Stralsund eingezogen worden war. Diese frühen Lieder aus seiner Zeit als junger Liedermacher, die durch Gemälde aus seinem unmittelbaren künstlerischen Umfeld inspiriert wurden, werden anschließend prägend so wie Susanne Altmann es ausführt, für eine ganze Dekade der Unruhe in der späten DDR: Bilder von Künstler*innen wie Albert Heizer, Peter Hermann, Manfred Butzmann, Peter Graf, Helge Leiberg, Nuria Quevedo, Herta Günther und Dieter Weidenbach bildeten Ausgangspunkt und Inspiration für die Songs des Zyklus „Liedergalerie“.

     

    Susanne Altmann stellt die Poesie dieser fast vergessenen Lieder zu Dieter Weidenbachs Malerei „Unterwegs“ und Nuria Quevedos „Erinnerung“ in ihrem Filminterview  in der Ausstellung in Beziehung zu dem Lebensgefühl ihrer eigenen Jugend in Dresden und der Anfangszeit von Gerhard Schönes Karriere – zwischen Sehnsucht nach Ehrlichkeit und Freiheit und offener Meinungsäußerung – und dem Fernweh dieser Zeit.

     

    Das Konzert wird durch ein kurzes Gespräch zwischen Gerhard Schöne, Susanne Altmann und Sylvie Kürsten eingeleitet. Zum anschließenden Konzert werden wie bei Schönes‘ Konzerten in den 1980er Jahren Bilder von den Kunstwerken gezeigt.

    Der Eintritt ist frei. Spenden für den Förderverein Freundeskreis Kunsthaus Dresden, die uns helfen, das Ausstellungsprogramm der zweiten Jahreshälfte zu ermöglichen, sind herzlich willkommen.

    Hinweis: Spendenvorschlag 7 Euro

    Die Bar ist geöffnet – wir freuen uns auf Euch!