Ausstellung

Heute 29. Aug – 8. Nov 2026

Was tun wir. Bilder in Zeiten zerfallender Gewissheiten.

Ort: robotron-Kantine, Lingnerallee am Skatepark

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  • Nach den Bränden, Pacific Palisades, Los Angeles, USA, Winter 2025
    Nach den Bränden, Pacific Palisades, Los Angeles, USA, Winter 2025
  • "Wiedersehen in Ha-Neu", Halle-Neustadt, Sachsen-Anhalt, Deutschland. Halle Neustadt- Einst Modellstadt der DDR, gegründet als „Stadt der Chemiearbeiter“ und Ikone des Städtebaus der 60er Jahre, vom Bauhaus inspiriert. Mit der Wende und der Schließung der Chemiewerke geriet die Stadt in eine dramatische Transformation. 2004 - 40 Jahre nach der Grundsteinlegung - war die Musterstadt um die Hälfte geschrumpft und scheinbar ohne Zukunft. Doch nun hat sie sich von einer schrumpfenden Stadt in eine Ankunftsstadt gewandelt. Wurde auch zur Heimat von Migranten, zu einer Gemeinschaft aus Dagebliebenen und Zugezogenen. Steht vor neuen Chancen und Herausforderungen. 22 Jahre später gibt es viel Neues zu erzählen an Triggerpunkten einer Stadt, an denen sich entscheidet, ob sie zum Ghetto der Abgeschriebenen wird oder sich neu erfinden kann
  • Tagebau Jänschwalde
Residuum 
Ende 2023 wurde im Tagebau Jänschwalde planmäßig die Kohleförderung eingestellt. Nach der Sicherung der Flöz- und Kippenflächen begann unmittelbar die Rekultivierung des ehemaligen Bergbaugebiets. In der riesigen Grube werden Sand- und Erdmassen stabilisiert, damit künftig Wälder, landwirtschaftliche Flächen und eine neue Seenlandschaft entstehen können. Rund 130 Bergleute sind noch mit diesen Arbeiten beschäftigt. Ina Schoenenburg fotografierte sie in dieser kargen Landschaft, an ihrem (letzten) Arbeitsplatz mit seinen Maschinen von beeindruckender Größe.
    Tagebau Jänschwalde Residuum Ende 2023 wurde im Tagebau Jänschwalde planmäßig die Kohleförderung eingestellt. Nach der Sicherung der Flöz- und Kippenflächen begann unmittelbar die Rekultivierung des ehemaligen Bergbaugebiets. In der riesigen Grube werden Sand- und Erdmassen stabilisiert, damit künftig Wälder, landwirtschaftliche Flächen und eine neue Seenlandschaft entstehen können. Rund 130 Bergleute sind noch mit diesen Arbeiten beschäftigt. Ina Schoenenburg fotografierte sie in dieser kargen Landschaft, an ihrem (letzten) Arbeitsplatz mit seinen Maschinen von beeindruckender Größe.
  • Tagebau Jänschwalde
Residuum 
Ende 2023 wurde im Tagebau Jänschwalde planmäßig die Kohleförderung eingestellt. Nach der Sicherung der Flöz- und Kippenflächen begann unmittelbar die Rekultivierung des ehemaligen Bergbaugebiets. In der riesigen Grube werden Sand- und Erdmassen stabilisiert, damit künftig Wälder, landwirtschaftliche Flächen und eine neue Seenlandschaft entstehen können. Rund 130 Bergleute sind noch mit diesen Arbeiten beschäftigt. Ina Schoenenburg fotografierte sie in dieser kargen Landschaft, an ihrem (letzten) Arbeitsplatz mit seinen Maschinen von beeindruckender Größe.
    Tagebau Jänschwalde Residuum Ende 2023 wurde im Tagebau Jänschwalde planmäßig die Kohleförderung eingestellt. Nach der Sicherung der Flöz- und Kippenflächen begann unmittelbar die Rekultivierung des ehemaligen Bergbaugebiets. In der riesigen Grube werden Sand- und Erdmassen stabilisiert, damit künftig Wälder, landwirtschaftliche Flächen und eine neue Seenlandschaft entstehen können. Rund 130 Bergleute sind noch mit diesen Arbeiten beschäftigt. Ina Schoenenburg fotografierte sie in dieser kargen Landschaft, an ihrem (letzten) Arbeitsplatz mit seinen Maschinen von beeindruckender Größe.
  • V. Vereinigtes Land: Die Gegenwart umarmt Ost- und Westdeutschland, die Vergangenheit und die Zukunft halten sich an den Händen.
Gedenkstätte Berliner Mauer, Bernauer Straße, Berlin, 2026
1/2 AP,
aus der Arbeit: Ost/West - Aufstellung
    V. Vereinigtes Land: Die Gegenwart umarmt Ost- und Westdeutschland, die Vergangenheit und die Zukunft halten sich an den Händen. Gedenkstätte Berliner Mauer, Bernauer Straße, Berlin, 2026 1/2 AP, aus der Arbeit: Ost/West - Aufstellung
  • Aus der Serie
    Aus der Serie "Von Narva nach Odesa"; ehemalige Uferbatterie der Festung Karosta an der lettischen Ostseeküste in Liepaja
  • Blick über den Leipziger Platz auf den Potsdamer Platz. Bilder vom ehemaligen innerstädtischen Mauerstreifen in Berlin, 1998-2001
    Blick über den Leipziger Platz auf den Potsdamer Platz. Bilder vom ehemaligen innerstädtischen Mauerstreifen in Berlin, 1998-2001
  • Berka, 1998
    Berka, 1998
  • Drag-Künstlerin Tatuka Gelashvili und ihre Freundin Anuka Katsiashvili auf einem Markt, Tiflis, Georgien, 2023
    Drag-Künstlerin Tatuka Gelashvili und ihre Freundin Anuka Katsiashvili auf einem Markt, Tiflis, Georgien, 2023
  • Deponie #006, Brandenburg, 2019
    Deponie #006, Brandenburg, 2019
  • 2026.08.28; KH DD/ robotron kantine/ Was wir tun_Foto_Anja Schneider
    2026.08.28; KH DD/ robotron kantine/ Was wir tun_Foto_Anja Schneider
  • 2026.08.28; KH DD/ robotron kantine/ Was wir tun_Foto_Anja Schneider
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  • 2026.08.28; KH DD/ robotron kantine/ Was wir tun_Foto_Anja Schneider
    2026.08.28; KH DD/ robotron kantine/ Was wir tun_Foto_Anja Schneider
  • 2026.08.28; KH DD/ robotron kantine/ Was wir tun_Foto_Anja Schneider
    2026.08.28; KH DD/ robotron kantine/ Was wir tun_Foto_Anja Schneider
  • 2026.08.28; KH DD/ robotron kantine/ Was wir tun_Foto_Anja Schneider
    2026.08.28; KH DD/ robotron kantine/ Was wir tun_Foto_Anja Schneider
  • 2026.08.28; KH DD/ robotron kantine/ Was wir tun_Foto_Anja Schneider
    2026.08.28; KH DD/ robotron kantine/ Was wir tun_Foto_Anja Schneider
  • Was wir tun, Ostkreuz Agentur, KH Dresden, Robotron Kantine, Foto Anja Schneider
    Was wir tun, Ostkreuz Agentur, KH Dresden, Robotron Kantine, Foto Anja Schneider
  • Was wir tun, Ostkreuz Agentur, KH Dresden, Robotron Kantine, Foto Anja Schneider
    Was wir tun, Ostkreuz Agentur, KH Dresden, Robotron Kantine, Foto Anja Schneider
  • 2026.08.28; KH DD/ robotron kantine/ Was wir tun_Foto_Anja Schneider
    2026.08.28; KH DD/ robotron kantine/ Was wir tun_Foto_Anja Schneider
  • 2026.08.28; KH DD/ robotron kantine/ Was wir tun_Foto_Anja Schneider
    2026.08.28; KH DD/ robotron kantine/ Was wir tun_Foto_Anja Schneider
  • 2026.08.28; KH DD/ robotron kantine/ Was wir tun_Foto_Anja Schneider
    2026.08.28; KH DD/ robotron kantine/ Was wir tun_Foto_Anja Schneider

Zu dieser Ausstellung gibt es
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Erst seit Dezember 2020
haben wir Informationen
über unsere Ausstellungen in Leichter Sprache.

Was tun wir.
Bilder in Zeiten zerfallender Gewissheiten.
Eine Ausstellung zur Rolle zeitgenössischer Fotografie in Zusammenarbeit mit den Fotograf*innen der Agentur OSTKREUZ

Mit Sibylle Bergemann, Jörg Brüggemann, Emile Ducke, Tamara Eckhardt, Espen Eichhöfer, Sibylle Fendt, Johanna Maria Fritz, Lea Greub, Annette Hauschild, Harald Hauswald, Heinrich Holtgreve, Elliott Kreyenberg, Tobias Kruse, Ute Mahler, Werner Mahler, Dawin Meckel, Thomas Meyer, Jordis Antonia Schlösser, Ina Schoenenburg, Anne Schönharting & Linn Schröder, Stephanie Steinkopf, Heinrich Völkel, Maurice Weiss, Sebastian Wells sowie Ludwig Schirmer und Paula Winkler

 

Die Ausstellung mit neuen Werkserien wie auch historischen Fotografien von 25 Fotograf*innen des Kollektivs OSTKREUZ stellt der Liebe zum Bild Fragen nach der Rolle und den Entstehungsbedingungen zeitgenössischer Fotografie gegenüber: Welche Verantwortung tragen Fotograf*innen heute, mit welchen Bildern können radikale gesellschaftliche Transformationen, (geo)politische Machtverschiebungen und fortschreitende ökologische Veränderungen sichtbar gemacht werden? Die ausgewählten Arbeiten entstehen in Zeiten, in denen sich Produktionsbedingungen unaufhaltbar verändern und an den Fundamenten jener Fotografie rütteln, die OSTKREUZ nach dem Fall der Mauer bekannt gemacht haben: Teilnehmende Beobachtungen des Zeitgeschehens, die eine Brücke zwischen dokumentarischer Verpflichtung und künstlerischem Ausdruck schlagen, und ein distanzierter Blick auf die Macht gehen inmitten der radikalen Veränderung klassischer Medienlandschaften zunehmend verloren. Und doch sind es gerade diese Werkserien, die verstehende Blicke, Empathie und Einsichten in Entwicklungsprozesse und Lebenswelten ermöglichen.

In Zeiten zerfallender Gewissheiten zeigt die Ausstellung „Was tun wir“ in der historischen Dresdner robotron-Kantine – noch vor der anstehenden Sanierung des Gebäudes – Erfahrungshorizonte und Bilder von Ende und Neuanfang, Krieg, aber auch Solidarität und Zusammenhalt, wie auch von grundlegenden Umbrüchen von Lebensbedingungen und den unglaublichen Kraftanstrengungen sowie der wiederholten Suche nach Heimat und Identifikation, die es benötigt, um eine positive Entwicklung zu bewirken, die manchmal im Nichts anfängt.

Auf diese Entwicklungen reagierend versteht sich „Was tun wir. Bilder in Zeiten zerfallender Gewissheiten“ auch als eine Ausstellung und Reflektion über die Rolle von Fotografie heute als professionelle künstlerische und gesellschaftliche Praxis.

 

Robotron-Kantine, Lingnerallee am Skatepark, 01069 Dresden
Öffnungszeiten / Opening Hours

Mi / WED – FR / FRI 16 – 19 H
Sa / SAT & SO / SUN 12 – 18 H

Eintritt / Admission 8€
ermäßigt / Discount 6€
Freitags freier Eintritt / free admissions on Fridays

Zu den Öffnungszeiten befinden sich Gesprächspartner*innen in der Ausstellung – sprechen Sie diese gerne an. Sonderführungen jederzeit buchbar.

Gefördert durch die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, European Cultural Foundation und das Stadtbezirksamt Altstadt.
Mit weiterem Dank für Unterstützung an Hahnemühle und die Kulturstiftung Schloss Wiepersdorf.

Veranstaltungen:

  • Gespräch

    Ort: robotron-Kantine am Skatepark

    Fr, 28. Aug 2026, 18 Uhr


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    Eröffnung / Opening

    Zur feierlichen Eröffnung laden wir am Freitag, den 28. August um 18 Uhr ganz herzlich ein!

     

    Zum Programm:

     

    Grußworte & Redebeiträge
    Prof. Dr. Manuel Frey (Stiftungsdirektor der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen), Sibylle Fendt (Geschäftsführerin der Agentur OSTKREUZ, Fotografin), Förderverein Freundeskreis Kunsthaus Dresden und Christiane Mennicke-Schwarz (Leiterin des Kunsthaus Dresden, Kuratorin)

     

    Podiumsdiskussion // Panel
    mit den Fotograf*innen der Agentur OSTKREUZ: Sibylle Fendt, Annette Hauschild, Tobias Kruse und Ute Mahler
    Moderation: Anne Waak (Autorin und Journalistin)

     

    Live-Konzert: Anu (Anna-Lucia Rupp, solo)
    Afterparty: John FIZZ

     

    Die Bar ist geöffnet.

     

    Wir freuen uns auf Euch zur letzten Ausstellungseröffnung in der robotron-Kantine vor der Sanierung!

  • Führung

    Ort: robotron-Kantine

    Sa, 5. Sep 2026, 17 Uhr


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    Podiumsgespräch: "Etwas verschiebt sich. Bilder zwischen Anpassung und Widerstand."

    Podiumsgespräch mit den OSTKREUZ-Fotograf*innen Espen Eichhöfer, Sibylle Fendt, Tobias Kruse, Anne Schönharting & Linn Schröder, Stephanie Steinkopf. Moderation: Oliver Reinhard (Kulturjournalist und freier Autor, Dresden).

    Die Bar ist geöffnet.

    Zu unserem ersten Podiumsgespräch
    „ETWAS VERSCHIEBT SICH.
    Bilder zwischen Anpassung und Widerstand.“
    mit den OSTKREUZ-Fotograf*innen Espen Eichhöfer, Sibylle Fendt,
    Tobias Kruse, Anne Schönharting & Linn Schröder, Stephanie Steinkopf
    moderiert durch Oliver Reinhard (Kulturjournalist und freier Autor, Dresden)
    laden wir Euch herzlich ein
    übermorgen, am Sa, 5. Sep 2026, 17 Uhr

    Aktuelle Klimaveränderungen lösen neben Kontroversen und Forschungsschwerpunkten wie kaum ein anderes Thema ein verändertes Lebensgefühl aus. Welche Rolle spielen Bilder in Bezug auf die Klimakrise und die radikalen Veränderungen unseres Lebens, die mittlerweile täglich spürbar sind?
    Das erste Gespräch im Rahmen der Ausstellung „Was tun wir“ trägt den Titel der ersten gemeinsamen Arbeit, die Anne Schönharting und Linn Schröder seit 2023 in gemeinsamer künstlerischer Autor*innenschaft entwickeln und realisieren. Ausgangspunkt dieser Serie „Etwas verschiebt sich“ ist die Suche nach Verbindung, angelehnt an die Vorstellungswelt des magischen Realismus. Die sechs OSTKREUZ-Fotograf*innen berichten von der Entstehung und den Hintergründen ihrer jeweils neuen Werkserien, die für die Ausstellung „Was tun wir“ in der robotron-Kantine aus sehr unterschiedlichen Perspektiven entstanden sind:
    Die fotografische Serie von Stephanie Steinkopf untersucht die Auswirkungen von Trockenheit infolge der Wasserknappheit auf die Landwirtschaft in Deutschland und verwebt in ihren Schwarz-Weiß-Fotografien unterschiedliche Perspektiven: Ein vertrocknetes Sonnenblumenfeld, Messinstrumente, ein halbleerer Erbsenspeicher, ein Mini-Satellit. Espen Eichhöfer beobachtet bereits seit mehreren Jahren den Umgang Norwegens mit der Ölförderung und den Veränderungen, die diese im Land mit sich bringt. Sibylle Fendt hat zwischen 2022 und 2024 gemeinsam mit Paula Winkler die Proteste von Klima-Aktivist*innen fotografiert, die in dieser Zeit ihren vorläufigen Höhepunkt in Deutschland erreichten. Mit dem russischen Angriffskrieg und den vielen anderen blutigen Konflikten hat sich die Hoffnung auf Frieden als Illusion erwiesen – auch Tobias Kruse stellt sich als Fotograf und Vater die Frage, wie man von der Welt noch erzählen soll, ohne dem Dunklen zu viel Raum zu geben, ohne das Helle aus dem Blick zu verlieren und welche Rolle Schönheit in dem Versuch, den Schrecken zu bannen, spielen könnte.

    Welche Motive stehen hinter den fotografischen Serien und mit welchen Herausforderungen sind die Fotograf*innen bei ihrer Arbeit konfrontiert? Das Gespräch, moderiert durch den Dresdener Kulturjournalisten Oliver Reinhard, verbindet die unterschiedlichen Perspektiven auch mit den grundsätzlichen Fragen jozrnalistischer und künstlerischer Fotografie heute.

     

     

     

  • Führung

    Ort: robotron-Kantine

    So, 13. Sep 2026, 15 Uhr


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    DIALOGFÜHRUNG

    Beginnend mit dem ersten Sonntag der Ausstellung finden jeden zweiten Sonntag um 15 Uhr Dialogführungen durch die Ausstellung mit jeweils zwei Fotograf*innen der Agentur OSTKREUZ oder mit unseren Vermittler*innen statt.

     

  • Führung

    Ort: robotron-Kantine

    So, 27. Sep 2026, 15 Uhr


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    DIALOG-Führung mit den OSTKREUZ-Fotograf*innen

    Am Sonntag, den 27.9. um 15 Uhr 

    laden wir herzlich zu einer Führung mit den OSTKREUZ-Fotograf*innen Lea Greub und Tobias Kruse ein!

    Das Café ist geöffnet.

    Lea Greub (*1998) lebt und arbeitet als freischaffende Fotografin in Berlin und Tbilisi. Im Fokus von Lea Greubs fotografischer Arbeit stehen Alltagsrealitäten von Menschen, Kämpfe um Gleichberechtigung und die Überlebensstrategien queerer Communities inmitten der Bedrohungen unserer Zeit. Ein wesentlicher Antrieb ihrer Bilder und Erzählungen ist das Hinterfragen patriarchaler und heteronormativer Strukturen. Ihre Arbeiten wurden international von bedeutenden fotografischen Institutionen und Festivals präsentiert und bereits mehrfach ausgezeichnet. Im Jahr 2025 schloss Lea Greub ihr Studium an der Ostkreuzschule für Fotografie in Berlin ab und ist 2026 Mitglied der Agentur OSTKREUZ. Im Zentrum ihrer fotografischen Serie „No Georgian Dream“ steht eine junge progressive Generation in Georgien und die Dominanz einer zunehmend autokratischen, prorussisch ausgerichteten Regierung, die ihre Zukunft zunehmend bedroht.

    Tobias Kruse (*1979 in Mecklenburg) lebt und arbeitet als freischaffender Fotograf in Berlin. Im Zentrum seiner fotografischen Arbeit stehen kulturelle und ökologische Fragen. Er besucht dafür gern Orte, in denen sich unbeachtet vom medialen Mainstream wesentliche Impulse für unsere Gesellschaften formieren. Seine Arbeiten wurden international in zahlreichen Ausstellungen gezeigt und regelmäßig in Büchern und Magazinen veröffentlicht. Tobias Kruse studierte Fotografie an der Ostkreuzschule und ist seit 2011 Mitglied der Agentur OSTKREUZ. Für seine fotografische Serie „Deponie“ begibt sich Tobias Kruse auf die Suche nach den Narben einer Zeit, die bis heute ihre Schatten auf die Gegenwart wirft: die Jahre nach der Wiedervereinigung in Ostdeutschland. In seiner fotografischen Serie „Ära“, für die er Reisen in die Ukraine, die USA, in Europa und nach Israel/Palästina unternimmt, befragt Tobias Kruse als Fotograf und Vater einander überlagernde Realitäten, und fragt sich wie man von der Welt noch erzählen soll, ohne dem Dunklen zu viel Raum zu geben, ohne das Helle aus dem Blick zu verlieren.

  • Gespräch

    Ort: robotron-Kantine

    Do, 8. Okt 2026, 18 Uhr


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    MAUER LAND. Geschichte(n) und Menschen in einem ostdeutschen Kollektiv 35 Jahre nach der Wiedervereinigung: OSTKREUZ

    Zu unserem zweiten Podiumsgespräch
    Mauer Land.
    Geschichte(n) und Menschen in einem ostdeutschen Kollektiv 35 Jahre nach der Wiedervereinigung: OSTKREUZ

    mit den OSTKREUZ-Fotograf*innen Ute Mahler, Thomas Meyer, Ina Schoenenburg, Anne Schönharting &
    Linn Schröder
    , Moderation: Andreas Krase (Kunstwissenschaftler und Kurator für Fotografie, Berlin)
    laden wir Euch herzlich ein
    am Do, 8. Okt 2026, 18 Uhr

     

    Die deutsch-deutsche Wiedervereinigung vor über 35 Jahren beeinflusst bis heute die Art und Weise, wie Menschen in Deutschland miteinander sprechen, manchmal entsteht sogar der Eindruck, gerade die Frage nach einer Herkunft in Ost- oder Westdeutschland ist aktueller denn je.
    Das zweite Gespräch im Rahmen der Ausstellung „Was tun wir“ trägt den Titel der fotografischen Serie „Mauer Land“, die der OSTKREUZ-Fotograf Thomas Meyer zwischen 1998 und 2001 in Berlin fotografiert hat. Ausgangspunkt war der freie, offene Raum, der durch die deutsche Wiedervereinigung auf dem ehemaligen Mauerstreifen in Berlin entstanden war und der neben der Freiheit auch die immer noch ungleichen Standards in Ost und West sichtbar machte. In dem Podiumsgespräch geht es um die Geschichte der Agentur OSTKREUZ, in der mittlerweile Fotograf*innen aus beiden Teilen Deutschlands zusammen arbeiten, um die Art und Weise, wie Fragen nach Ost und West das Kollektiv bis heute beeinflussen und um die Entstehung und Hintergründe der neuen Werkserien, die für die Ausstellung „Was tun wir“ in der robotron-Kantine entstanden sind: So dokumentiert die große Werkreihe „Ein Dorf“ von Ute und Werner Mahler, die zwischen 1950 und 2022 entstanden ist, das Leben in dem thüringischen Dorf Berka und zeigt damit exemplarisch auch den historischen und gesellschaftlichen Wandel in einem Zeitraum von über 70 Jahren.
    Auch die fotografische Serie von Ina Schoenenburg untersucht exemplarisch den Wandel in einer Region: Jänschwalde steht beispielhaft für den Wandel in der Lausitz. Wo jahrzehntelang Kohle gefördert und Energie erzeugt wurde, entstehen nun Wälder, landwirtschaftliche Flächen und eine neue Seenlandschaft, Energiespeicher und ein Industriepark. Rund 130 ehemalige Bergarbeiter*innen sind derzeit noch mit der Verschiebung gigantischer Erdmassen beschäftigt. Im Fokus der Videoinstallation wie auch der fotografischen Serie „OST/WEST – Aufstellung“ von Anne Schönharting und Linn Schröder steht das Anliegen, die vielschichtige individuelle und kollektive Prägung sowie innere Bilder und Projektionen auf das geteilte Deutschland erfahrbar zu machen, die bis in unsere Gegenwart nachwirken. Die filmischen Aufzeichnungen dieses Experiments, an dem ein Teil der Fotograf*innen der Agentur OSTKREUZ teilgenommen hat, geben einen ausgesprochen bewegenden Einblick in bis heute unaufgearbeitete Erfahrungen und Emotionen einer Identitätsbestimmung zwischen Ost und West, Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.

    Das Gespräch, moderiert durch den viele Jahre in Dresden erfolgreich für die Technischen Sammlungen tätigen und nun in Berlin lebenden Kunstwissenschaftler und Kurator für Fotografie Andreas Krase, verbindet die unterschiedlichen Perspektiven auch mit den grundsätzlichen Fragen an die Geschichte der Agentur OSTKREUZ.

  • Führung

    Ort: robotron-Kantine

    So, 11. Okt 2026, 15 Uhr


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    DIALOG-Führung mit den OSTKREUZ-Fotograf*innen

    Beginnend mit dem ersten Sonntag der Ausstellung finden jeden zweiten Sonntag um 15 Uhr Dialogführungen durch die Ausstellung mit jeweils zwei Fotograf*innen der Agentur OSTKREUZ oder mit unseren Vermittler*innen statt.

    Wir laden herzlich ein zur einer Führung mit den OSTKREUZ-Fotograf*innen Jordis Antonia Schlösser und Heinrich Völkel. 
    Sonntag, 11. Oktober, 15 Uhr

     

    Jordis Antonia Schlösser (*1967 in Göttingen) lebt und arbeitet als freischaffende Fotografin in Berlin. Im Zentrum ihrer fotografischen Arbeit stehen Menschen und ihre soziale Realität. Ihr beinahe soziologisch beobachtender Blick richtet sich auf Alltag und Beziehungen an Orten, die sich unmittelbar in gesellschaftlicher Veränderung befinden. Ihre Aufnahmen aus nahezu allen Teilen der Welt erschienen in vielbeachteten Reportagen in Magazinen wie „Geo“, „Stern“ und „Spiegel“, wurden in nationalen und internationalen Ausstellungsprojekten gezeigt und mehrfach ausgezeichnet. Nach Jahren in Havanna und Paris kehrte Jordis Antonia Schlösser 2008 nach Berlin zurück. Sie ist seit 1997 Mitglied der Agentur OSTKREUZ und wurde 1998 in die World Press Photo Masterclass aufgenommen. Für ihre Serie „Abschied von Gestern“ fotografierte sie 2004 Halle-Neustadt, vierzig Jahre nach der Gründung der einstigen Modellstadt der DDR. Die Stadt war nach der Wende um die Hälfte geschrumpft und schien keine Zukunft mehr zu haben. Für „Wiedersehen in Ha-Neu“ kehrt sie 2026 zurück und findet eine neue Stadt, in der Dagebliebene und Zugezogene eine junge Gemeinschaft bilden. Dort entscheidet sich heute, ob sich dieser in vielfacher Hinsicht kosmopolitische Ort weiter neu erfinden kann.

    Heinrich Völkel (*1974 in Moskau) lebt und arbeitet als freischaffender Fotograf in Wiesbaden. In seinen Arbeiten richtet er den Blick oft auf die unbeachteten, zufälligen Leerräume zwischen Gebäuden oder in Landschaften, in die sich Geschichte, Notwendigkeit und Eigensinn eingeschrieben haben. Seine Fotografien wurden in zahlreichen Ausstellungen gezeigt, mehrfach ausgezeichnet und u. a. im „Stern“, im „Spiegel“ und im „SZ-Magazin“ veröffentlicht. Nach einem Architekturstudium in Leipzig schloss Heinrich Völkel 1999 seine fotografische Ausbildung am Lette-Verein in Berlin ab und ist seit 2005 Mitglied der Agentur OSTKREUZ. Für seine fotografische Serie „Von Narva nach Odesa“ reist er entlang der aktuellen und ehemaligen Grenzen des sowjetischen Großreichs, von der östlichsten Stadt Estlands bis ans Schwarze Meer. Mit dem Fokus auf heutige Architekturen, Landschaften, Grenzanlagen und Menschen richtet sich sein Blick zugleich auf Vergangenheit und Zukunft. Dabei fragt er, ob sich die eigene Herkunft anhand einer Region rekonstruieren lässt, die man erst als Erwachsener kennenlernt.

    Das Café ist geöffnet.

    Bitte denkt an warme Kleidung, es wird schon herbstlich-frisch in der robotron-Kantine!

  • Führung

    Ort: robotron-Kantine

    So, 25. Okt 2026, 15 Uhr


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    DIALOG-Führung Vermittlungsteam

  • Gespräch

    Ort: robotron-Kantine

    Sa, 7. Nov 2026, 17 Uhr


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    A SURVIVAL PARADOX. (Über)Leben im Krieg.

    Zum dritten und letzten Podiumsgespräch im Rahmen der Ausstellung „Was tun wir“ 

    A Survival Paradox. (Über)Leben im Krieg.
    mit Dr. Agnes Matthias (Kunsthistorikerin und Kuratorin, Dresden) und den OSTKREUZ-Fotograf*innen Johanna Maria Fritz, Elliott Kreyenberg, Emil Ducke, Moderation: Sebastian Wells (OSTKREUZ-Fotograf)

    am Sa 7.11., 17 Uhr

    laden wir herzlich ein.

     

    Der Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine, seit 2014 und seit 2022 als Vollinvasion, hat Fragen zurückgebracht, die wir uns nie mehr stellen wollten. Seine Folgen spüren auch wir jeden Tag, wenn auch meist unterschwellig: in den Energiepreisen, den Desinformationskampagnen. In der Ukraine ist der Krieg die Bedingung, unter der alles andere stattfindet. Wie (über)lebt man das?
    Das dritte und letzte Gespräch im Rahmen der Ausstellung „Was tun wir“ trägt den Titel der Serie „A Survival Paradox“ des OSTKREUZ-Fotografen Elliott Kreyenberg, die er als ortsspezifische Installation für die Robotron-Kantine realisiert hat. Er porträtiert junge Männer, die den Wehrdienst verweigern – entgegen der Bereitschaft zur Landesverteidigung, die gesellschaftlich von ihnen erwartet wird. Das Recht, den Kriegsdienst aus Gewissensgründen zu verweigern, gilt in Europa als Menschenrecht – in der Ukraine ist es unter Berufung auf das Kriegsrecht ausgesetzt. In der öffentlichen Debatte kommen diese Männer nicht vor: Wer sich äußert, macht sich angreifbar.
    Die vielfach ausgezeichnete OSTKREUZ-Fotografin Johanna Maria Fritz arbeitet seit Kriegsbeginn überwiegend in der Ukraine. In ihrem gemeinsam mit der Autorin Morgane Bona produzierten Film „Furies – Watching From Above“ – zu sehen im Untergeschoss der Robotron-Kantine – macht sie sichtbar, wie stark Drohnen diesen Krieg prägen und was die permanente Beobachtung den Kämpfenden abverlangt. Emile Ducke zeigt in seiner fotografischen Serie „Die Kälte“ eine weitere drastische Form der Kriegsführung: Bereits im ersten Kriegswinter beschoss die russische Armee gezielt die ukrainische Energieinfrastruktur. Diese Taktik hat historische Vorläufer; ältere Ukrainer*innen erinnern sich an ihre Kindheit im Zweiten Weltkrieg. Heute wie damals ist die Kälte eine Waffe.
    In dem Podiumsgespräch geht es um die Nähe zu den Porträtierten und die daraus entstehende Verantwortung, um die Frage, was sichtbar wird und was nicht, und um die Rolle von Fotograf*innen in einem Krieg, der auch mit Bildern geführt wird. Wie die künstlerische Fotografie früherer Kriege diesen Fragen begegnete, untersucht die Dresdner Kunsthistorikerin und Kuratorin Dr. Agnes Matthias seit ihrer Promotion – damals am Material der Jugoslawienkriege und des Nordirlandkonflikts. Dr. Agnes Matthias leitet heute die Sammlung der Deutschen Fotothek an der SLUB Dresden.
    Moderiert wird das Gespräch vom OSTKREUZ-Fotografen Sebastian Wells, Mitglied des Kuratorinnenteams von „Was tun wir“. Ukrainische und international arbeitende Fotografinnen zusammenzubringen, und in ihrer Vielstimmigkeit erlebbar zu machen ist seit 2022 auch sein publizistisches Projekt: Gemeinsam mit dem ukrainischen Fotografen Vsevolod Kazarin gründete er das Magazin „Solomiya“, das seitdem in Kyjiw und Berlin erscheint.

  • Führung

    Ort: robotron-Kantine

    So, 8. Nov 2026, 15 Uhr


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    DIALOG-Führung mit den OSTKREUZ-Fotograf*innen

    Beginnend mit dem ersten Sonntag der Ausstellung finden jeden zweiten Sonntag um 15 Uhr Dialogführungen durch die Ausstellung mit jeweils zwei Fotograf*innen der Agentur OSTKREUZ oder mit unseren Vermittler*innen statt.