Ausstellung

8. Mai – 22. Nov 2015

Dispossession – Pavillon im Rahmen der 56. Biennale di Venezia

Ort: Palazzo Doná Brusa, Campo San Polo, Venezia

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  • Susanne Keichel, Lines of Flight (Fluchtlinien), C-Prints, 2015
    Susanne Keichel, Lines of Flight (Fluchtlinien), C-Prints, 2015
  • Holger Wüst:  Venedig Refugee / Non Citizen Protest Camp - Gegen Grenzen, Nationen und ‚Die ganze Ökonomische Scheiße‘ Ein Bild als Film (D 2014)
    Holger Wüst: Venedig Refugee / Non Citizen Protest Camp - Gegen Grenzen, Nationen und ‚Die ganze Ökonomische Scheiße‘ Ein Bild als Film (D 2014)

Künstler/innen: Manaf Halbouni, Susanne Keichel, Thomas Kilpper in Zusammenarbeit mit Massimo Ricciardo und Holger Wüst, Szymon Kobylarz, Dorota Nieznalska, Tomasz Opania, the Open Group, Andriy Sahaydakovskyy, Oksana Zabuzhko

Kuratiert von:  Michał Bieniek, Małgorzata Miśniakiewicz

Die historischen Vertreibungen und Umsiedlungen in Wroclaw nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges bilden den Ausgangspunkt eines der ersten internationalen Projekte der Europäischen Kulturhauptstadt Wroclaw 2016.

Die Ausstellung Dispossession widmet sich vor diesem Hintergrund Flucht, Migration und Heimatverlust als den historischen wie auch aktuellen gravierenden Folgen von Konflikten für betroffene Menschen weltweit.

 

In der Ausstellung in dem historischen venezianischen Palazzo in Campo San Polo, die in Kooperation mit dem Kunsthaus Dresden / Landeshauptstadt Dresden und der ukrainischen Stadt Lwiw entwickelt wurde, sind als offizielle Beiträge aus Dresden Werke von Manaf Halbouni (Dresden), Susanne Keichel (Dresden) und Thomas Kilpper (in Zusammenarbeit mit Holger Wüst und Massimo Ricciardo, Berlin / Frankfurt a. M./ Florenz) vertreten.

Ausgangspunkt der Ausstellung Dispossession, in der die historischen und aktuellen Bezüge von Enteignung und Vertreibung verbunden werden, bildet die Geschichte der Vertreibung und Umsiedlung in Wroclaw nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges. Die in der Ausstellung thematisierte historische Umsiedlungsstrecke Lwiw-Wroclaw-Dresden betont vor allem die Pflicht, an den universellen Verlust von Heimat zu erinnern.

Die Vorstellung von Heimat – sowohl im symbolischen wie räumlichen Sinne – steht im Mittelpunkt der Ausstellung: Eine Heimat, die verloren wurde, ein Haus, das bewohnt werden will. Dispossession bedeutet nicht nur die Entwendung von Eigentum, das Wort spielt auch auf die Befreiung von bösen Geistern an, auf einen Exorzismus, der unerwünschte Kräfte vertreibt. Die Schau geht von einer universellen und zeitlosen Dimension der Enteignung und Vertreibung in ihren psychologischen und materiellen Manifestationen aus. Es ist das verloren gegangene und gesuchte Zusammengehörigkeitsgefühl, in dem die Künstler die vielschichtigen Beziehungen zwischen Raum und Identität untersuchen.