Ausstellung

7. Sep – 28. Sep 2014, 16:00

Markus Draper – Demotape

Ort: Kunsthaus

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  • Markus Draper: from the series DEMOTAPE:  „0:08:45“, oil on canvas, 155 x 220 cm
    Markus Draper: from the series DEMOTAPE: „0:08:45“, oil on canvas, 155 x 220 cm
  • © Markus Draper. Foto: David Brandt
    © Markus Draper. Foto: David Brandt
  • © Markus Draper. Foto: David Brandt
    © Markus Draper. Foto: David Brandt
  • © Markus Draper. Foto: David Brandt
    © Markus Draper. Foto: David Brandt
  • © Markus Draper. Foto: David Brandt
    © Markus Draper. Foto: David Brandt
  • © Markus Draper. Foto: David Brandt
    © Markus Draper. Foto: David Brandt
  • © Markus Draper. Foto: David Brandt
    © Markus Draper. Foto: David Brandt
  • © Markus Draper. Foto: David Brandt
    © Markus Draper. Foto: David Brandt
  • © Markus Draper. Foto: David Brandt
    © Markus Draper. Foto: David Brandt
  • © Markus Draper. Foto: David Brandt
    © Markus Draper. Foto: David Brandt
  • © Markus Draper. Foto: David Brandt
    © Markus Draper. Foto: David Brandt
  • © Markus Draper. Foto: David Brandt
    © Markus Draper. Foto: David Brandt
  • © Markus Draper. Foto: David Brandt
    © Markus Draper. Foto: David Brandt
  • © Markus Draper. Foto: David Brandt
    © Markus Draper. Foto: David Brandt
  • © Markus Draper. Foto: David Brandt
    © Markus Draper. Foto: David Brandt
  • © Markus Draper. Foto: David Brandt
    © Markus Draper. Foto: David Brandt
  • © Markus Draper. Foto: David Brandt
    © Markus Draper. Foto: David Brandt
  • © Markus Draper. Foto: David Brandt
    © Markus Draper. Foto: David Brandt
  • © Markus Draper. Foto: David Brandt
    © Markus Draper. Foto: David Brandt

Markus Draper

 

„Der Unmut nimmt Form an. Die Gemeinde verlässt die Kammern des Privaten und reklamiert die Plätze. Sie brandet an gegen die Mauern der Ordnung. Der demos wird monstrum.“
(aus: Kolja Reichert, „Demonstrationen“)

Die Arbeit „Demotape“ von Markus Draper besteht aus 17 Gemälden. Grundlage für diese Serie ist eine etwa 21 Minuten lange Videoaufnahme der Montagsdemonstration in Leipzig am 9. Oktober 1989. Es ist das einzige filmische Dokument dieser Demonstration, das auf abenteuerliche Weise zwei DDR-Oppositionellen vom Dach eines Leipziger Kirchturmes gelang, die diese Aufnahmen noch in derselben Nacht der westdeutschen Presse zuspielten.

Draper hat Augenblicksaufnahmen dieses Videos in Öl auf Leinwand gemalt. Die dadurch entstehende Unschärfe ist für ihn Ausdruck des persönlichen Erinnerns. Sie lässt die Fragen erahnen, die die Montagsdemonstrationen für die deutsche Geschichte bis heute aufwerfen: „Die Halbtöne der Filmstills wurden von mir in Bit Maps zerlegt. Die Bit Map Vorlagen werden mit Pinsel auf die Leinwand übertragen. Alle dabei entstehenden Fehler werden in das Bild mit eingebunden. Die heute anhaftende Heroik wurden den damaligen Ereignissen erst im Nachgang übergestülpt. Damals, im Moment des Geschehens waren vor allem die ersten Montagsdemonstrationen ein sehr tastender, noch orientierungsloser Prozess. Ähnlich verwackelt und chaotisch ist das als Malvorlage dienende Filmdokument. Genau dieses Diffuse, Unbewusste dieser entscheidenden Demonstration jenes Oktobertages, wollen die „Mental Bit Maps“, wie ich die dazu entstehenden Bilder bezeichne, mit den Mitteln der Malerei beschreiben.” (Zitat: Markus Draper)

Markus Draper (*1969 in Görlitz) studierte in Dresden an der HfBK und war Meisterschüler bei Prof. Ralf Kerbach. Er lebt und arbeitet in Berlin

Veranstaltungen:

  • Gespräch

    Ort: Kunsthaus

    Do, 11. Sep 2014, 19 Uhr

    Künstlergespräch: Geschichtsbilder

    Frau Katja Protte, Kuratorin und Sachgebietsleiterin für Bildende Kunst am Militärhistorischen Museum Dresden im Gespräch mit Markus Draper

    Moderation: Susanne Altmann, Kunsthistorikerin

    Was können Bilder leisten für unsere Erinnerung? Schmälern sie als Ikone den Rück-Blick, oder zeugt ihre Vielzahl für Differenz? Und wie war es, ‚dabei‘ zu sein? Markus Draper, Katja Protte und Susanne Altmann fragen 25 Jahre nach der ‚Friedlichen Revolution‘ nach den Formationen ihrer und unserer Bilder.

  • Gespräch, Film

    Ort: Kunsthaus

    Do, 25. Sep 2014, 19 Uhr

    FILMABEND: VIDEOGRAMS OF A REVOLUTION

    Videograms of a Revolution, 1 992, Harun Farocki (†) und Andrei Ujica
    1 07 min, deutsch mit engl. Untertiteln
    „In 1989, a hundred cameras followed what was happening in Romania; history is no longer divided into theatrical scenes, nor into literary chapters—it is perceived as a sequence; and the sequence demands a film.
    Andrei Ujica 2011
    Der Film Videogramme einer Revolution dokumentiert den Sturz des Regimes von Nicolai Ceaucescu in Rumänien im Dezember 1 989. Die Regisseure Harun Farocki und Andrej Ujica sichteten im Vorfeld hunderte Stunden dokumentarischen Materials unterschiedlichster Herkunft und verdichteten es zu einer knapp zweistündigen Montage. Sie beginnt mit einer nicht genau zu bestimmenden Bewegung einer Grupper junger Leute zwischen zwei Gebäuden und endet mit dem Tod des Diktators. Mit der fortlaufenden ‚Sequenz‘ folgen die Regisseure dem zeitlichen Ablauf der Revolution, setzen dem dramatischen Geschehen aber eine gezielt anti-dramatische Schnittfolge entgegen.