Ausstellung

Heute 8. Feb – 3. Apr 2017

MONUMENT

Ort: Neumarkt

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  • Manaf Halbouni: Monument, 2017. Foto: David Brandt
    Manaf Halbouni: Monument, 2017. Foto: David Brandt
  • Manaf Halbouni: Monument, 2017. Foto: David Brandt
    Manaf Halbouni: Monument, 2017. Foto: David Brandt
  • Manaf Halbouni: Monument, 2017. Foto: David Brandt
    Manaf Halbouni: Monument, 2017. Foto: David Brandt
  • Manaf Halbouni: Monument, 2017. Foto: Kunsthaus Dresden
    Manaf Halbouni: Monument, 2017. Foto: Kunsthaus Dresden
  • Manaf Halbouni: Monument, 2017. Foto: Kunsthaus Dresden
    Manaf Halbouni: Monument, 2017. Foto: Kunsthaus Dresden

Manaf Halbouni

Mit der Skulptur Monument, die im Rahmen des Kulturfestes Am Fluss und des Dresdner Gedenkens für die Opfer von Krieg und Gewalt auf dem Neumarkt aufgestellt wird, setzt der Künstler Manaf Halbouni ein Zeichen für Frieden, Freiheit und Menschlichkeit.

Manaf Halbounis Skulptur bezieht sich auf die gegenwärtige Situation in Syrien. Das Motiv der aufgerichteten Busse greift ein Bild aus Aleppo auf, das bereits im März 2015 durch die Medien ging: Es zeigt eine Straße im Ostteil der Stadt, abgeschirmt durch drei Buswracks, die notdürftig mit Drahtseilen zwischen den Häusern verspannt wurden. Eine von unzähligen Straßensperren, die während der Kampfhandlungen in der Stadt errichtet wurden*, um das Leben von Menschen zu schützen. Manaf Halbouni schafft mit dem Bild der aufgestellten Busse eine Verbindung zwischen der Situation der Menschen im Nahen Osten und in Europa: Ihr Leid und ihre unaussprechlichen Verluste, aber auch ihre Hoffnung auf Wiederaufbau und Frieden.

Große Teile von Aleppo, der einst lebendigen historischen Stadt, dem florierenden industriellen Herzen Syriens, liegen seit den Kämpfen in Trümmern. Auch nach dem Ende der Kampfhandlungen wird es noch Jahrzehnte dauern, bis Chaos und Zerstörungen überwunden sind und die Menschen einen Alltag ohne Angst leben können.

Menschliches Leid und zerstörte Städte: Die aktuellen Bilder aus Syrien erinnern uns an die Folgen vergangener Kriege weltweit, und gerade ältere Menschen denken dabei an das selbst erfahrene Leid und an die unermesslichen Mühen des Wiederaufbaus in den Städten Europas nach dem Zweiten Weltkrieg. Manaf Halbouni hat den Ort für das Monument bewusst gewählt. Die Frauenkirche und der Neumarkt gelten heute als Symbole für den überwundene Krieg und den Wiederaufbau. Das meint nicht nur die Neuerrichtung von Gebäuden, sondern den langen Weg zu einer Gesellschaft, in der Menschen in Frieden und Freiheit leben können.

Im Rahmen des Gedenkens an die Opfer von Krieg und Gewalt und Am Fluss/ At the River wird die Menschenkette zum 13. Februar 1945 auf dem Dresdner Neumarkt am Monument eröffnet.

Hinweis: Arbeiten des Künstlers Manaf Halbouni, der sich in seinen plastischen Werken mit aktuellen politischen und gesellschaftlichen Themen wie mit dem Bürgerkrieg in seinem Heimatland Syrien auseinandersetzt, sind derzeit auch in einer Ausstellung zum Hegenbarth-Stipendium I know, you know (20.Januar bis 19 März 2017, mit Marie Athenstaedt) in der Städtischen Galerie im Landhaus, Wilsdruffer Str.2, zu sehen.

* Formulierung von der Redaktion am 8.2.2017 geändert: „von Zivilisten errichtet“ wurde geändert in „zum Schutz der Zivilbevölkerung errichtet“. Näheres zum Motiv entnehmen Sie der Pressinformation desselben Tages.

 

Veranstaltungen:

  • Ort: Neumarkt

    Di, 7. Feb 2017, 13:00

    Feierliche Eröffnung von Manaf Halbounis MONUMENT auf dem Neumarkt

    Eröffnung mit einem Grußwort des Oberbürgermeisters der Landeshauptstadt Dresden Dirk Hilbert

    Einführende Worte: Pfarrer Sebastian Feydt, Stiftung Frauenkirche, und Christiane Mennicke-Schwarz, Leiterin Kunsthaus Dresden

    Mit der Skulptur Monument, die im Rahmen des Kulturfestes „Am Fluss“ und des Dresdner Gedenkens für die Opfer von Krieg und Gewalt auf dem Neumarkt aufgestellt wird, setzt der Künstler Manaf Halbouni ein Zeichen für Frieden, Freiheit und Menschlichkeit.

    Manaf Halbounis Monument bezieht sich auf die gegenwärtige Situation in Syrien. Mit dem Bild der aufgestellten Busse vor der Frauenkirche stellt der Künstler eine Verbindung zwischen der Situation der Menschen im Nahen Osten und in Europa her: Das Leid und die unaussprechlichen Verluste, aber auch die Hoffnung auf Wiederaufbau und Frieden.

    Im Anschluss an die Eröffnung findet im Oktogon der Hochschule für Bildende Künste Dresden, Georg-Treu-Platz, ein Empfang statt.

    Seien Sie ebenso eingeladen zur Eröffnung der Ausstellung Freedom Hospital des syrischen Comiczeichners Hamid Sulaiman!

    Die Ausstellung zeigt eine Auswahl von Originalzeichnungen der gleichnamigen Graphic Novel des Künstlers, die vor kurzem auf Deutsch erschien. Im Mittelpunkt steht die junge Pharmakologie-Studentin Yasmin, die im Untergrund Verwundete versorgt.
    In Schwarz-Weiß -Bildern zeichnet Suleiman unterschiedliche Lebensgeschichten vor dem Hintergrund des aktuellen Krieges in Syrien nach. Es geht um Menschlichkeit und Unmenschlichkeit in allen Facetten.

    Die Ausstellung wurde von der Landeshauptstadt Dresden anlässlich des 13. Februar 2017 initiiert und entstand in Kooperation mit der HfBK Dresden sowie mit freundlicher Unterstützung der Galerie Crone, Berlin.

     

  • Gespräch

    Ort: Neumarkt

    So, 12. Feb 2017, 14 Uhr

    Künstlergespräch mit Manaf Halbouni

    Mit anschließendem Besuch der Ausstellung in der Städtischen Galerie
    »I know, you know. Hegenbarth-Stipendiaten 2015: Marie Athenstaedt und Manaf Halbouni«

    Mit Manaf Halbouni und Christiane Mennicke-Schwarz

    Treffpunkt: Monument von Manaf Halbouni am Neumarkt

    Eintritt frei, ohne Führungsgebühr

  • Gespräch

    Ort: Verkehrsmuseum Dresden, Lichthof

    Do, 16. Feb 2017, 18 - 20 Uhr

    Ist das Kunst? Bürgerforum zu den Kunstprojekten „Monument“ und „Lampedusa 361“

    Das Kulturhauptstadtbüro der Landeshauptstadt Dresden lädt zum konstruktiven Dialog über die beiden umstrittenen Kunstprojekte „Monument“ und „Lampedusa 361“. Bürgerforum im Lichthof des Verkehrsmuseums statt (Augustusstraße 1, Neumarkt). Der Eintritt ist kostenlos.

    Die für die Kulturhauptstadtbewerbung zuständige Bürgermeisterin, Annekatrin Klepsch: „In Dresden wird gerade intensiv über Kunst diskutiert. Darüber freuen wir uns. Die Kulturhauptstadtbewerbung kann dafür einen Rahmen bieten. Anbrüllen und Auspfeifen bringt uns nicht weiter. Das Bürgerforum ist ein Angebot, unterschiedliche Meinungen auszutauschen und auch auszuhalten. Alle Dresdnerinnen und Dresdner lade ich herzlich ein, sich daran zu beteiligen.“
  • Führung

    Ort: Städtische Galerie Dresden, Wilsdruffer Str. 2

    Fr, 3. Mär 2017, 14 Uhr

    Kunstdialog in der Aus­stellung »I know, you know. Hegenbarth-Stipendiaten 2015: Marie Athenstaedt und Manaf Halbouni«

    Führung durch die Ausstellung in der Städtischen Galerie

    Mit Franziska Schmidt, Kunstvermittlerin der Städtischen Galerie

    Treffpunkt: Städtische Galerie Dresden, Wilsdruffer Str. 2

    Eintritt frei, ohne Führungsgebühr

  • Gespräch

    Ort: Neumarkt

    Sa, 4. Mär 2017, 14:00

    Künstlergespräch mit Manaf Halbouni

    Künstlergespräch zum MONUMENT auf dem Neumarkt

    Mit anschließendem Ausblick auf das MONUMENT aus der Ausstellung „I know, you know. Hegenbarth-Stipendiaten 2015: Marie Athenstaedt und Manaf Halbouni“ in der Städtischen Galerie

    Treffpunkt: MONUMENT von Manaf Halbouni am Neumarkt
    Eintritt frei, ohne Führungsgebühr

  • Führung

    Ort: Städische Galerie Dresden, Wilsdruffer Str. 2

    Fr, 17. Mär 2017, 14 Uhr

    Kunstdialog in der Ausstellung „I know, you know. Hegenbarth-Stipendiaten 2015: Marie Athenstaedt und Manaf Halbouni

    Führung durch die Ausstellung in der Städtischen Galerie Dresden.

    Mit Franziska Schmidt, Kunstvermittlerin der Städtischen Galerie Dresden

    Eintritt frei, ohne Führungsgebühr

  • Ort: Neumarkt / Städtische Galerie Dresden, Wilsdruffer Str. 2

    Do, 9. Mär 2017

    Künstlergespräch mit Manaf Halbouni

    Künstlergespräch und Ausstellungsbesuch mit Manaf Halbouni
    Vom Monument auf dem Neumarkt in die Städtische Galerie zu Manaf Halbounis Werken zum Thema Geheimdienst in der Ausstellung »I know, you know. Hegenbarth-Stipendiaten 2015: Marie Athenstaedt und Manaf Halbouni« Mit Manaf Halbouni, Christiane Mennicke-Schwarz und Dr. Carolin Quermann

    Treffpunkt: Monument am Neumarkt