Heute 10. Apr – 6. Jun 2021

PRELUDE NORDOST SÜDWEST: André Tempel // MENU A, MENU B

Ort: robotronkantine, Lignerallee, Dresden-Zentrum

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  • André Tempel, Installation  Robotron Kantine; Foto Anja Schneider
    André Tempel, Installation Robotron Kantine; Foto Anja Schneider
  • André Tempel, Installation  Robotron Kantine; Foto Anja Schneider
    André Tempel, Installation Robotron Kantine; Foto Anja Schneider
  • André Tempel, Installation  Robotron Kantine; Foto Anja Schneider
    André Tempel, Installation Robotron Kantine; Foto Anja Schneider
  • André Tempel, Installation  Robotron Kantine; Foto Anja Schneider
    André Tempel, Installation Robotron Kantine; Foto Anja Schneider

Kunst an der Fassade der robotronkantine

Ab dem kommenden Samstag, dem 10. April ist die erste Etappe von Prelude Nordost Südwest an der Außenfassade der robotronkantine unter freiem Himmel zu sehen.

Vier ausgewählte Dresdner Künstler:innen, André Tempel, Ina Weise, Henning Haupt und Stephanie Lüning, bespielen vom 10. April bis zum 6. Juni temporär die Außenfassade der robotronkantine, einem für die Identität der Stadt wichtigen Bau der Ostmoderne im Herzen der Stadt.

Die Bespielung der Fassade ist als Prozess angelegt. Jeweils im Abstand von zwei Wochen kommt eine weitere künstlerische Arbeit dazu. Die künstlerischen Interventionen an der Fassade des seit mehreren Jahren leerstehenden Gebäudes setzen dem fortschreitenden Vandalismus vor Ort buchstäblich Kunst entgegen. In Zeiten der Pandemie und des Stillstands für die Kultur bilden sie das Vorspiel zu einer internationalen Ausstellung, die 2022 ein gemeinsam gesponnenes Netz von Orten und Menschen im Stadtraum verbinden soll.

Zur individuellen Besichtigung der temporären künstlerischen Arbeiten an der Fassade sind Sie im Zeitraum vom 8. April bis 6. Juni 2021 herzlich eingeladen.

INTERVENTIONEN 
ab 8. April: André Tempel
ab 22. April: Ina Weise
ab 6. Mai: Henning Haupt

PERFORMANCE
13. Mai (Himmelfahrt), 15 Uhr:
Stephanie Lüning

Im Anschluss an die Performance von Stephanie Lüning lädt das Netzwerk Ostmodern um 
17 Uhr zur Architekturführung ROBOTRONWALK rund um die robotronkantine ein.

André Tempel beginnt als erster der vier für das Projekt eingeladenen Künstler:innen, in dem er die Stützen, die die seitliche Fassade und Terrasse säumen, mit farbigen Folienstreifen verbindet. Sein experimenteller künstlerischer Umgang mit dem Gebäude unter dem Titel MENU A, MENU B bezieht sich auf die Vergangenheit des Gebäudes als Kantine. Es entsteht dabei eine großdimensionierte temporäre, farbige Raumzeichnung. Die künstlerische Arbeit ist dabei gezielt nicht als eigenständiges Objekt für die Ewigkeit angelegt, sondern lässt sich vielmehr auf einen Prozess und damit zugleich auf eine pragmatische Symbiose mit der Architektur ein. „Die Kantine ist eigentlich ein eleganter wenn auch zur Zeit sehr vernachlässigter Bau. Mich interessiert, wie Räume sich durch grafische Eingriffe und Farbe verändern lassen. Wie kann ich durch Kunst nicht nur Neues schaffen, sondern auch Vorhandenes interpretieren?

  André Tempel (*1970 in Schwedt, lebt in Dresden) ist neben einem Schwerpunkt auf grafische Arbeiten unter anderem spezialisiert auf Raumkonzepte und Kunst am Bau. Er studierte an der Fachhochschule für angewandte Kunst Schneeberg und an der Hochschule für Bildende Künste Dresden.

Die robotronkantine wurde zwischen 1969 und 1972 von den Architekten Herbert Zimmer, Peter Schramm und Siegfried Thiel als eleganter Pavillonbau entworfen. Die unweit des Dresdner Hygienemuseums im Herzen der Stadt gelegene ehemalige Betriebsgaststätte bildete das Zentrum des weitläufigen Areals des ehemaligen VEB Robotron, einst das Herz der Dresdner Informationstechnologie. Nach verschiedenen Nachnutzungen, die das Ensemble nach 1989 erfahren hat, ist nun mittlerweile der größte Teil der Entwicklung eines neuen Stadtteils gewichen: Unmittelbar am Großen Garten entstehen die Quartiere am Blüherpark.

Das Projekt Prelude Nordost Südwest bildet das Vorspiel zu einer internationalen Ausstellung in Dresden, die 2022 ein gemeinsam gesponnenes Netz von Orten und Menschen im Stadtraum verbinden soll. In Zeiten der Pandemie steht der Verweis auf die Himmelsrichtungen für den Wunsch, die gemeinsamen kulturellen Beziehungen zu anderen Menschen, Landschaften zu erhalten und zu pflegen.