5. May – 6. Jun 2021

PRELUDE NORDOST SÜDWEST: Henning Haupt // THE ARRIVAL OF MAGENTA

Place: robotronkantine, Lingnerallee, Dresden-Zentrum

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  • Henning Haupt; The Arrival of Magenta; Robotron Kantine
    Henning Haupt; The Arrival of Magenta; Robotron Kantine
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  • Henning Haupt; The Arrival of Magenta; Robotron Kantine
    Henning Haupt; The Arrival of Magenta; Robotron Kantine

Unter freiem Himmel zu besichtigen: Henning Haupt: Kunst an der Fassade der robotronkantine

Ab Donnerstag, dem 06. Mai beginnt mit der 20-Meter-langen dreiteiligen Installation von Henning Haupt, einer dreidimensionalen Malerei von der Wiese bis über die Dachkante des Gebäudes, die dritte Etappe des Kunstprojektes Prélude Nordost Südwest an der Außenfassade der robotron-Kantine.

Vier ausgewählte Dresdner Künstler:innen, André Tempel, Ina Weise, Henning Haupt und Stephanie Lüning, bespielen vom 10. April bis zum 6. Juni temporär die Außenfassade der robotronkantine, einem für die Identität der Stadt wichtigen Bau der Ostmoderne im Herzen der Stadt.

Die Bespielung der Fassade ist als Prozess angelegt. Jeweils im Abstand von zwei Wochen kommt eine weitere künstlerische Arbeit dazu. Die künstlerischen Interventionen an der Fassade des seit mehreren Jahren leerstehenden Gebäudes setzen dem fortschreitenden Vandalismus vor Ort buchstäblich Kunst entgegen.

Zur individuellen Besichtigung der temporären künstlerischen Arbeiten an der Fassade sind Sie herzlich eingeladen.

Dritte Etappe der INTERVENTIONEN ab 6. Mai: Henning Haupt // THE ARRIVAL OF MAGENTA 

Henning Haupt nutzt das Medium der Malerei, um Farbräume dreidimensional erlebbar zu machen. Die für die Fassade der robotronkantine entworfene Installation erstreckt sich in einer 20-Meter-langen mehrfach gefalteten Form bis zur Dachkante wie eine Malerei, die den Raum im besten Sinne für sich erobert. Der Künstler ist zugleich Architekt und lehrt in dieser Funktion Gestaltungslehre an TU Dresden. „Mich interessiert, wie Räume sich verändern. Meine Malerei zeichnet die Spuren von Bewegung im Atelier auf. Dieses dynamische Verständnis von Malerei an der robotronkantine mit dem Stadtraum in Beziehung setzen zu können, ist eine schöne, im Grunde ideale Situation,“ sagt der 1964 geborene, in Dresden lebende Künstler.

Henning Haupt leitet die Professur für Gestaltungslehre am Institut für Gebäudelehre und Entwerfen der Fakultät Architektur an der TU Dresden. Er studierte Architektur in Darmstadt und Braunschweig sowie Malerei und Architektur an der Cranbrook Academy of Art, USA.

Am Gebäude zu sehen sind bereits folgende Installationen:

Zweite Etappe seit 22. April: Ina Weise / NEE NEE NEE  (ostmoderne Leuchtreklame-Buchstaben, installiert auf dem Dach)
Erste Etappe seit 08. April: André Tempel / Menu A, Menu B (Folienumspannung der Außenfassade)

Die robotronkantine wurde zwischen 1969 und 1972 von den Architekten Herbert Zimmer, Peter Schramm und Siegfried Thiel als eleganter Pavillonbau entworfen. Die unweit des Dresdner Hygienemuseums im Herzen der Stadt gelegene ehemalige Betriebsgaststätte bildete das Zentrum des weitläufigen Areals des ehemaligen VEB Robotron, einst das Herz der Dresdner Informationstechnologie. Nach verschiedenen Nachnutzungen, die das Ensemble nach 1989 erfahren hat, ist nun mittlerweile der größte Teil der Entwicklung eines neuen Stadtteils gewichen: Unmittelbar am Großen Garten entstehen die Quartiere am Blüherpark.

In Zeiten der Pandemie und des Stillstands für die Kultur bildet das Projekt das Vorspiel zu einer internationalen Ausstellung, die 2022 ein gemeinsam gesponnenes Netz von Orten und Menschen im Stadtraum verbinden soll.