Ausstellung

Heute 14. Jun – 22. Jul 2018

Freiheit zur Freiheit

Ort: Kunsthaus

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  • Die Freude an neuen Konstruktionen / The Joy of New Constructions. Marian Boguszs (post)war utopias Foto: Marek Krzyżanek / Zachęta Nationalgalerie in Warschau
    Die Freude an neuen Konstruktionen / The Joy of New Constructions. Marian Boguszs (post)war utopias Foto: Marek Krzyżanek / Zachęta Nationalgalerie in Warschau
  • Christa Jeitner: Ermutigung, 1970. Photo: Georg Eckelt ©Christa Jeitner / VG Bild-Kunst, Bonn 2018
    Christa Jeitner: Ermutigung, 1970. Photo: Georg Eckelt ©Christa Jeitner / VG Bild-Kunst, Bonn 2018
  • Jaan Toomik: Oleg, 20 min, 35 mm, 2010. Videostill. Courtesy the Artist and Temnikova & Kasela, Tallinn
    Jaan Toomik: Oleg, 20 min, 35 mm, 2010. Videostill. Courtesy the Artist and Temnikova & Kasela, Tallinn

Marian Bogusz, Christa Jeitner, Jaan Toomik

Mit Arbeiten von: Zbigniew Dłubak, Zbynek Sekal
In Zusammenarbeit mit: Katarzyna Przezwańska, Piotr Kopik, Tomasz Czuban

Was bedeutet heute Freiheit in Europa, wo ist sie eingeschränkt oder in Gefahr? Im Rahmen des durch das Goethe Institut in 42 europäischen Städten initiierte Projekt Freiraum befragt das Kunsthaus Dresden, gemeinsam mit Kanuti Gildi SAAL, einem auf Performance spezialisierten Kunstraum in Tallinn, Vorrausetzungen von Freiheit von weit auseinandergelegenen Orten in Europa – Tallinn und Dresden.

„Are Estonians wrong to be happy …?“ fragen sich Künstler*innen in Tallinn. Das kollektive Gedächtnis in Estland ist geprägt von jahrhundertelanger Besetzung und Unfreiheit. Der Stolz auf die friedlich errungene Unabhängigkeit 1991 ist daher groß. Freiheit genießt im Privaten wie in der Öffentlichkeit einen hohen Stellenwert und hat zu einer ökonomisch erfolgreichen Kultur des Fehler-Machen-Dürfens geführt. Aber Freiheit birgt auch Verantwortung – welche Möglichkeiten und welche Einschränkungen gehen mit der neuen Freizügigkeit einher?

„Was vermag die Kunst als Sprache der Freiheit in Zeiten des Ressentiments?“ Dresden hat in den vergangenen Jahren deutlich erfahren, dass viele Mitbürger*innen eine offenbar verklärte kulturelle Homogenität in Gefahr sehen, wenn Dinge sich ändern. Kann Kunst heute noch einen Weg zeigen zur Empathie mit den Lebenswelten anderer Menschen, kann sie vor Unfreiheit warnen? Und unter welchen Umständen?

Unter welchen Bedingungen ist Freiheit überhaupt möglich? Um Freiheit in Europa heute aus der Perspektive der Kunst zu verstehen, scheint es wesentlich, einen Blick in die Vergangenheit zu werfen. Den Auftakt der gemeinsamen Ausstellungs- und Veranstaltungsreihe in Tallinn und Dresden bilden drei Werkschauen von  Künstler*innen aus drei geografischen und zeithistorischen Perspektiven – zwischen Mauthausen und Warschau, der DDR und der Volksrepublik Polen und Tallinn vor und nach der wiedererlangten Unabhängigkeit. Der Erfahrung von Terror und autoritären Regimen zum Trotz spiegelt sich gerade in den Werken von Marian Bogusz, Christa Jeitner und Jaan Toomik der Optimismus  und die Unabhängigkeit einer damals neuen Generation und das lebhafte Streben nach künstlerischer Freiheit.

 

Veranstaltungen:

  • Ausstellung

    Ort: Kunsthaus

    Do, 14. Jun 2018, 19 Uhr

    Eröffnung

    Zur Eröffnung der Ausstellung „Freiheit zur Freiheit/ Freedom to be Free“ in Zusammenarbeit mit Kanuti Gildi SAAL, Tallinn mit drei Werkschauen von Jaan Toomik, Christa Jeitner, und Marian Bogusz im Rahmen von ›Freiraum‹, einem Projekt der Goethe-Institute in Europa laden wir Sie und Euch herzlich am Donnerstag, den 14. Juni 2018 um  19 Uhr  ins Kunsthaus Dresden ein!
    Es sprechen: Anne-Katrin Klepsch, Bürgermeisterin für Kultur und Tourismus, Melanie Bono, Referentin für Kultur, Goethe-Institut München, Christiane Mennicke-Schwarz, Kunsthaus Dresden,  Joanna Kordjak, Kuratorin Nationalgalerie Zachęta Warschau und Justus H. Ulbricht, Historiker, Dresden

    Was bedeutet heute Freiheit in Europa, wo ist sie eingeschränkt oder in Gefahr?  Freiraum ist ein Projekt der Goethe-Institute in Europa in Zusammenarbeit mit 53 Akteuren aus Kultur, Wissenschaft und Zivilgesellschaft. Rund 40 europäische Städte gehen bis März 2019 der Frage nach: Was ist Freiheit heute in Europa? Wo ist sie in Gefahr? Wie stärken wir sie? Kann Kunst heute noch einen Weg zeigen zur Empathie mit den Lebenswelten anderer Menschen, kann sie vor Unfreiheit warnen? Und unter welchen Umständen? Unter welchen Bedingungen ist Freiheit überhaupt möglich? Um Freiheit in Europa heute aus der Perspektive der Kunst zu verstehen, scheint es wesentlich, einen Blick in die Vergangenheit zu werfen.

    Das Kunsthaus Dresden, gemeinsam mit Kanuti Gildi SAAL, einem auf Performances spezialisierten Kunstraum in Tallinn, befragt Voraussetzungen von Freiheit anhand von weit auseinandergelegenen Orten in Europa – Tallinn und Dresden. Freiheit zur Freiheit als Auftakt einer Ausstellungs- und Veranstaltungsreihe in Dresden und Tallinn beginnt mit Werkschauen von Künstler*innen aus drei geografischen und zeithistorischen Perspektiven: Jaan Toomik, Christa Jeitner und Marian Bogusz. Zwischen Mauthausen und Warschau, der DDR und der Volksrepublik Polen und Tallinn vor und nach der wiedererlangten Unabhängigkeit – in den Werken der drei Künstler*innen, die von den 1940er Jahren bis heute entstanden sind,  spiegeln sich die Erfahrung von Terror und autoritären Regimen ebenso wie den Optimismus, die Unabhängigkeit und das lebhafte Streben nach künstlerischer Freiheit einer damals jungen Generation.

    ›Are Estonians wrong to be happy…?‹ fragen sich Künstler*innen in Tallinn. Das kollektive Gedächtnis in Estland ist geprägt von jahrhundertelanger Besatzung und Unfreiheit. Der Stolz auf die friedlich errungene Unabhängigkeit 1991 ist daher groß. Freiheit genießt im Privaten wie in der Öffentlichkeit einen hohen Stellenwert und hat zu einer ökonomisch erfolgreichen Kultur des Fehler-Machen-Dürfens geführt. Aber Freiheit birgt auch Verantwortung – welche Möglichkeiten und welche Einschränkungen gehen mit der neuen Freizügigkeit einher?