Ausstellung

Heute 13. Jun 2026 – 17. Mai 2027

Der Apfel. Eine Einführung. (Immer und immer und immer wieder)

Ort: Kleingartenanlage "Flora 1", Dresden-Striesen, Bergmannstr. 39 (Eingang "El Horst"), Eintritt frei

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  • Apfel-Pflanzung in Mönchengladbach Antje Majewski im Rahmen von DER APFEL. EINE EINFÜHRUNG (immer und immer und immer wieder)
12. Juli – 25. Oktober 2015, Museum Abteiberg (Foto: Antje Majewski)
    Apfel-Pflanzung in Mönchengladbach Antje Majewski im Rahmen von DER APFEL. EINE EINFÜHRUNG (immer und immer und immer wieder) 12. Juli – 25. Oktober 2015, Museum Abteiberg (Foto: Antje Majewski)

Eine zweiteilige Ausstellung von Paweł Freisler & Antje Majewski

Der Apfel spielt hier die Hauptrolle: Ausgehend von seinen Ursprüngen im Tian Shan-Gebirge beforschen die Ausstellung und das Projekt «Der Apfel. Eine Einführung. (Immer und immer und immer wieder)» im PAVILLON PARZELLE 3 den Apfel als Lebewesen, das maßgeblich durch Menschen geformt wurde: Durch Züchtung wie auch das Klonen durch Pfropfen wurden Äpfel über die Jahrtausende in die von uns gewünschten Formen gebracht. Auch die heutigen Sorten, die in den Schrebergärten wachsen, sind hortikulturelle Artefakte und zeugen von sehr alten Traditionen der Interaktion zwischen Bäumen und Menschen.

 

Seit 2013 umkreist das künstlerische Projekt von Paweł Freisler & Antje Majewski den Apfel:  in der unglaublichen Vielfalt der Ornamente, die Freisler in natürliche Äpfel schnitzt; in den Filmen von Antje Majewski und ihren Gemälde alter Apfelsorten; und in dem Reichtum der gemeinschaftlich organisierten Apfelpflanzungen, der Apfelfeste und gesammelten Apfelrezepte, für Äpfel komponierten Musik und Workshops für Kinder. Das alles basiert auf einer schriftlichen Korrespondenz zwischen Antje Majewski und dem in Schweden lebenden polnischen Konzeptkünstler Paweł Freisler, der zu Beginn die konzeptuelle Bedingung gestellt hatte, dass die beiden Künstler*innen sich nie begegnen dürften.

Die Ausstellung und das Projekt in Dresden widmet sich in einer Laufzeit von über einem Jahr mit Vorträgen, Veranstaltungen und Festen der gemeinschaftsbildenden Kraft des Apfels. Die Pflanzung von Apfelbäumen des bedrohten europäischen Wildapfels Malus sylvestris wie auch alter lokaler Apfelsorten ist ein wesentlicher Bestandteil des Projektes. In der Ausstellung, die den Pavillon PARZELLE 3 mit einer der ältesten Gartenlauben der Flora 1 unmittelbar in der Nähe im Dahlienweg 23 verbindet, geht es auch um Lauben: Paweł Freisler bringt uns das Gelbe Haus, eine verfallende Laube aus Schweden nahe, während im Weißen Haus, der Laube in Dresden, eine zweite Ausstellung zu finden ist. Beide Lauben sind einfache Orte der Rückverbindung mit der Natur und der Kontemplation zu den Zyklen des Werdens und Vergehens.

Dort finden wir den Appell kasachischer Naturschützer*innen, die uns dazu aufrufen, den Urahn unsere Kulturäpfel – Malus sieversii – in Kasachstan zu retten, der durch Klimawandel und Raubbau bedroht ist. Mit den Wildäpfeln verschwinden auch die Resistenzgene, die unsere Kultursorten retten könnten. Vielfalt entsteht nur, wenn Bäume sich selbst vermehren dürfen; wenn es Wildapfelwälder, Waldrandgebiete, oder auch Dresdener*innen gibt, die bereit sind, irgendwo Wildäpfel oder alte, rare Sorten zu pflanzen.

Ein weiteres Video zeigt solche Pflanzaktionen und das Legen von gemeinsamen Apfelornamenten an den vergangenen zwölf Stationen. Hunderte von Bäumen sind bereits gepflanzt worden, aber es könnten noch viel mehr werden…

→ Eröffnung: FR / 12. JUN / 18:00 Uhr