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  • Außenansicht Kunsthaus zur Finissage Zorka Wollny "Voices / Stimmen", 08/2023, Foto @ Anja Schneider
  • 2014, Kunsthausfassade mit der Arbeit von Karolina Freino: "SOS (Save our Soals)", Foto: David Brandt
  • Kunsthaus Dresden, Foto: David Brandt
  • Eröffnung von "Lines/Linien", Kunsthaus Dresden, 2013, Foto: David Brandt
  • Hintereingang, Lichtinstallation: Sebastian Hempel, "Lichtwellen", 2013, Architektur: Büro Kessel und Züger, Foto: David Brandt
  • Eröffnung von "Lines/Linien", Kunsthaus Dresden, 2013, Foto: David Brandt
  • Eröffnung von "Lines/Linien", Kunsthaus Dresden, 2013, Foto: David Brandt
  • Eröffnung von "Lines/Linien", Kunsthaus Dresden, 2013, Foto: David Brandt
  • Kunsthausplatz nach der Fertigstellung
  • Performance "Halten1" von Anna Till und Romy Kißling, zu "Lines/Linien", 2013. Foto: David Pinzer
  • Performance "Halten1" von Anna Till und Romy Kißling, zu "Lines/Linien", 2013. Foto: David Pinzer
  • Performance "Halten1" von Anna Till und Romy Kißling, zu "Lines/Linien", 2013. Foto: David Pinzer

Die Welt verändert sich und die zeitgenössische Kunst hilft, diese Veränderungen zu verstehen. Wie auf einer Wasseroberfläche, die sich leicht kräuselt oder stark bewegt, zeichnen sich globale Strömungen wie auch minimale Verschiebungen ab, dokumentiert die Kunst wie ein Seismograph Veränderungen, die wir selbst erleben. Als städtische Kultureinrichtung, Teil der Museen der Stadt Dresden und Haus für internationale Gegenwartskunst gibt  das Kunsthaus Dresden mit wechselnden Ausstellungen und begleitenden Veranstaltungen Einblicke in das aktuelle Kunstgeschehen der Welt. Die hier entwickelten Ausstellungen und Kooperationen, Bildungsprojekte und Projekte der Kunst in anderen öffentlichen städtischen Räumen widmen sich in verschiedenen künstlerischen Ausdrucksformen den besonderen aktuellen Themen der globalen Gegenwartskunst – aus der Perspektive ganz unterschiedlicher Herkünfte und Generationen.

Lokales Wissen, globaler Austausch und Erfahrung sind wichtige Grundlagen für die Kunst, daher kommen in den Projekten des Kunsthauses Menschen aus unterschiedlichen Lebenssituationen und kulturellen Resonanzräumen zueinander.

Seit der Widmung des Kunsthauses 1991 als zentraler städtischer Ort für internationale Gegenwartskunst ist das Gebäude, um 1740 errichtet nach den Vorgaben des bürgerlichen Barock, offen für die neuesten Entwicklungen der internationalen und überregionalen Kunst wie auch für die junge zeitgenössische Kunst in Dresden.

Auch auf dem Theaterplatz, dem Neumarkt und vielen weiteren Orten in der Stadt initiiert das Kunsthaus künstlerische Erfahrungen und Begegnungen von Menschen, so beispielsweise in dem 2016 gestarteten Kulturfest Am Fluss / At the River. Zu Kulturen des Ankommens /On Cultures of Arrival. Und auch das mehrsprachige mobile Bibliotheksprojekt Babylothek, die 2010 begonnene Vortragsreihe Kunstbegriffe oder die vielen eigens für Schulen aufgelegten Projekte und Workshops sind Einladungen zum Austausch über Entwicklungen unserer Zeit.

Kunst = Bildung

Das Bildungspotential der Gegenwartskunst in Bezug auf ästhetische und kulturelle Bildung macht einen weiteren Schwerpunkt der Projektentwicklung am Kunsthaus Dresden aus und führt zu fortlaufenden Projekten, unter anderem Das Mobile Landschaftsatelier, Walden # 3, Vot ken you mach mobil und White Cube Black Box, das ein eigenes Format des Kunsthauses in Kooperation mit Jugendlichen in Zusammenarbeit mit Architekt:innen, Gestalter:innen, Künstler:innen in Dresden bildet. Siehe auch www.white-cube-black-box.de

Aktuell

Jenseits regelmäßiger Gesprächsangebote zu den aktuellen Ausstellungen (Siehe Führungen) werden daher aktuelle genreübergreifende Veranstaltungen zu den jeweiligen Ausstellungsschwerpunkten angeboten. Hinweise zu den entsprechenden Gesprächen, Filmen, Lectures oder Performances mit den entsprechenden Einlasszeiten und Eintrittsmodalitäten finden Sie ebenfalls im aktuellen Programm.

Kunsthausplatz

Seit 2010 wurde auf Initiative des Kunsthaus Dresden und im Auftrag des Stadtplanungsamtes der Landeshauptstadt Dresden nach einem Entwurf des Künstlers Jozef Legrand ein neuer Platz realisiert, der das Kunsthaus in seiner Mitte präsentiert. Drei lange geschwungene Bänke, basieren auf der Form von Arabesken. Als dreidimensionale Zeichnungen rahmen sie die zentral auf dem Platz befindlichen Bäume und laden zum Sitzen, Klettern und Balancieren ein. Linien im Pflaster stellen abstrakte Verbindungen zur Umgebung des Hauses her und verweisen weiter auf den Stadtraum. In das Pflaster eingelassene Worte stellen Bezüge zwischen subjektiver Raumerfahrung und dem urbanen Umfeld her.

Für die Außenfassade des Hauses entstanden zwei permanente künstlerische Installationen. Der 1971 in Dresden geborene und hier lebende und arbeitende Künstler Sebastian Hempel hat für die rückwärtige Fassade des Kunsthauses in enger Zusammenarbeit mit den Architekt:innen des Büros Kessel & Züger eine neue Lichtinstallation entwickelt. Ausgestattet mit Sensoren reagiert die auf LEDs basierende Installation auf die Bewegungen der Passant:innen bzw. Besucher:innen des Hauses als potentielle Nutzer aber zugleich Akteure.
Deren Bewegungen werden zu Auslösern, die „das künstlerische Ereignis mittels ihres Körpers in Gang setzen. Erst die körperliche Präsenz des Nutzers vollendet das Kunstwerk, das sich nur im Augenblick seiner Betrachtung wirklich ereignen kann.“ (Holger Birkholz)

Das Büro Kessel & Züger, welches ebenfalls für die Neugestaltung des Eingangsbereichs verantwortlich war, konzipierte gemeinsam mit Sebastian Hempel eine neue Eingangssituation im hinteren Bereich mit räumlicher Gestaltung sowie dem Vordach.

Die Arbeit der  Künstlerin Karolina Freino mit dem Titel „SOS (Save our Souls)“ ist eine architekturbezogene plastische Arbeit, entsprechend des Auftrags positioniert sie sich an der Südfassade des Hauses. Die Installation, die aus neun plastischen verspiegelten Elementen besteht, bezieht sich auf den Kulturauftrag des Hauses und thematisiert auf indirekte, poetische Weise Fragen von Wertwandel und kulturellem Auftrag in einer sich wandelnden Gesellschaft.

Das internationale Morsezeichen SOS ist ein Notsignal, welches 1906 auf der 2. Internationalen Funkkonferenz in Berlin festgelegt wurde und seither überall auf der Welt verstanden wird. Drei kurz, drei lang, drei kurz, · · · − − − · · ·. In den gewölbten Oberflächen der ins Dreidimensionale übersetzten Morsezeichen, spiegelt sich die Nachbarschaft, verändert sich jedoch je nach Standpunkt des Betrachters. Als eine besondere durch den Spiegeleffekt der gewölbten Oberflächen unmittelbare Erfahrung bleibt der Betrachtende dabei stets mit ‚im Bild’. Die Arbeit sensibilisiert für die Übersetzungsleistungen der Kunst, deren Internationalisierung etwa zeitgleich wie die des Funkverkehrs einsetzt und einen unumkehrbaren Prozess der globalisierten Moderne beschreibt.

Website von Jozef Legrand
Website von Sebastian Hempel
Website von Karolina Freino

Geschichte

Die Geschichte des heutigen Kunsthaus Dresden beginnt im Jahre 1981. Hier wurde im gleichen Gebäude eine „Galerie Rähnitzgasse“ zu Ausstellungszwecken eingerichtet und das 1740 im typischen Stil der Dresdner Neustadt errichtete Wohnhaus in ein Ausstellungsgebäude verwandelt.
1984-90 war das Haus Sitz des "Zentrums für Kunstausstellungen", von hier aus wurde die IX. und X. Kunstausstellung der DDR logistisch vorbereitet. Ein Teil dieser Großausstellung wurde ebenfalls auf den Ausstellungsflächen des Hauses präsentiert. In den Jahren zwischen großen Kunstausstellungen wurden hier regelmäßig wechselnde Ausstellungen der Gegenwartskunst gezeigt, zum Teil auch in Kooperation mit Partner:innen aus dem Ausland.
Nach der deutschen Wiedervereinigung beschloss der Stadtrat eine Weiternutzung des Standortes für die zeitgenössische Kunst unter der Maßgabe, der Stadt eine Plattform für aktuelle Strömungen der Kunst mit einem internationalen Spektrum zu bieten und damit eine Verbindung der lokalen Kunst- und Kulturszene zur internationalen Szene und aktuellem Geschehen zu schaffen.
Diese Neuorientierung ging zunächst mit einer massiven Reduktion des Personals von früher 10 auf im Jahr 2002 drei festangestellte Mitarbeiter einher. Bis 1995 wurde das Haus in einer konzeptionellen Übergangsphase vom Kulturamt Dresden mit dem Ziel geleitet, eine internationale Öffnung des Ausstellungsprogramms zu befördern und eine neue Identität der Einrichtung als Ausstellungshaus für Gegenwartskunst zu begründen, diese wurde mit der ersten wissenschaftlich und fachlich qualifizierten Leitung des Hauses Mitte der neunziger Jahre fortgesetzt.
Seit den frühen neunziger Jahren werden in wechselnden Ausstellungen prägnante Einblicke in aktuelle internationale und regionale Tendenzen und Entwicklungen der Gegenwartskunst geboten. Seit 2017 gehört das Kunsthaus Dresden zu dem Verbund der Museen der Stadt Dresden.
Harald Kunde hatte von 1995 bis 2001 die Leitung des Hauses inne. Ab Frühjahr 2003 wurde das Kunsthaus durch Christiane Mennicke-Schwarz geführt. Zwischen 2007 und 2009 wurde das Haus in der Elternzeitvertretung durch Susanne Weiß geleitet. Eine weitere Vertretung erfolgte zwischen 2011 und 2013 durch Dr. Petra Reichensperger. Seit April 2013 hat Christiane Mennicke-Schwarz die Leitung des Hauses wieder übernommen. Mittlerweile besteht das Team aus fünf festangestellten Mitarbeiter:innen.