Ausstellung

15. Okt – 16. Okt 2022

NORDOST SÜDWEST: Fluchtlinien / Lines of Flight

Ort: robotron-Kantine und Stadtraum Dresden

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  • Aida Šehović, Drawing Towards Home, Foto: Mehmed Mahmutovic
    Aida Šehović, Drawing Towards Home, Foto: Mehmed Mahmutovic
  • Porträt Aida Šehović, Foto: LookmanFilm
    Porträt Aida Šehović, Foto: LookmanFilm
  • Aida Sehovic, StoTeNema Venice 2019, Foto: Adnan Saciragic
    Aida Sehovic, StoTeNema Venice 2019, Foto: Adnan Saciragic
  • Porträt © Šejla Kamerić
    Porträt © Šejla Kamerić
  • © Banda Communale, in concert 15.10.22 robotron-Kantine
    © Banda Communale, in concert 15.10.22 robotron-Kantine
  • Banda Internationale, Performance zu Ehren von Erika Hoffmann und ihrer Sammlung / Event SKD. Foto: Oliver Killig
    Banda Internationale, Performance zu Ehren von Erika Hoffmann und ihrer Sammlung / Event SKD. Foto: Oliver Killig
  • Porträt IRFAN HOŠIĆ
    Porträt IRFAN HOŠIĆ

Zweites Programmwochenende Nordost Südwest

 

NORDOST SÜDWEST: Fluchtlinien / Lines of Flight

Sa /So 15. / 16. Oktober 2022

Artist talks, concerts & food robotron-Kantine und Nordost Südwest by Bike

mit CAMPUS Konzert Banda Communale, Šejla Kamerić, Aida Šehović und weiteren Beiträgen

Ort: robotron-Kantine, Lingnerallee am Skatepark, 01069 Dresden (Zentrum)

Wie können Kunst und Kultur einen Beitrag leisten in Gesellschaften, die von traumatisierenden Ereignissen und extrem heterogenen Erfahrungen von Vertreibung und Migration geprägt sind? Sind Flüchtlingslager und getrennte Wissensgemeinschaften angesichts der vielen Vertriebenen in der Welt wachsende Orte der kulturellen Abschottung? Und was sind mögliche Ansätze für die Kultur als Zone der Übertragung?

Beirut, Bihać, Warschau und Dresden teilen die Konfrontation mit der Vergangenheit und Gegenwart von Krieg und Gewalt, mit sozialen und politischen Spannungen und Migration als prägende Erfahrung. Gemeinsam mit den beteiligten Künstler:innen und Kurator:innen, Vorträgen, Zeit für Gespräche und gemeinsamen Essen erkundet das zweite Wochenende im Rahmen von Nordost-Südwest Strategien von Kultur unter herausfordernden Bedingungen von Flucht und Migration. Am Samstagabend bildet ein Konzert der 14-köpfigen Global-Pop-Blechbläser-Band aus Dresden mit Bandmitgliedern u. a. aus Syrien, Iran, Irak, Palästina und Burkina Faso den krönenden Abschluss der Veranstaltung.

Mit Banda Communale, Šejla Kamerić, Aida Šehović und weiteren Beiträgen

Food & Drinks: Lago Bar

Eintritt frei

 

Fluchtlinien / Lines of Flight

„Das KRAK wurde als Zentrum für zeitgenössische Kultur (Bihać, Bosnien und Herzegowina) 2020 als Ergebnis von Bemühungen von Künstlern, Architekten, Stadtplanern, Aktivisten und verschiedenen Praktikern und Menschen aus verschiedenen Bereichen der kritischen Theorie, der Kunst-/Designpraxis und des bürgerschaftlichen Engagements gegründet. Das gesellschaftliche, politische und kulturelle Umfeld des KRAK ist in der Zeitspanne der letzten 30 Jahre von post-sozialistischen und postindustriellen Bedingungen geprägt, zu deren Attribute konfliktreiche Beziehungen, Entvölkerung, Armut und Trauma gehören. KRAK ist ein Projekt, das sich auf die zeitgenössische Kultur konzentriert, und damit bildende Kunst, Design und soziale Theorie als Möglichkeiten des Handelns einschließt. Das Projekt basiert auf dem Prinzip der Beteiligung und der Zusammenarbeit mit verschiedenen Menschen, die Mittel des sozialen Engagements und der Veränderung und Transformation von Stadt nutzen, um Lernprozesse, informelle Bildung und kulturellen Austausch zu fördern.
KRAK startete sein erstes Programm im Frühjahr 2020, und über den Zeitraum von zwei Jahren wurden Fragen des industriellen Erbes, lokaler Gemeinschaften und ihrer öffentlichen Räume, Migrationsbewegungen und Fragen der visuellen Kultur erörtert und artikuliert. Die Herausforderungen, denen KRAK sich stellt, sich eng verknüpft mit den dringenden Fragen, die sich das Publikum vor Ort stellt und deren Tragweite in einer schwer geschädigten
gesellschaftlichen Atmosphäre. Was ist die Rolle von Kultur und Kunst in einer post-genozidalen und traumatisierten Gesellschaft? Wie stark kann Kultur Veränderungen bewirken und stimulieren? – dies sind nur einige der Leitfragen und Motive für die Mission von KRAK. Im Rahmen des vom Kunsthaus Dresden initiierten Projektes „Nordost Südwest“ möchte KRAK einen besonderen konzeptionellen Blickwinkel beitragen: Welche Bedeutung hat – angesichts drängender Fragen aktueller globaler Migrationen – der Standpunkt von menschlichen Körpern im öffentlichen Raum? Wie können diese sichtbar gemacht werden und damit eine Diskussion über die Randzonen europäischer Perspektiven in Gang gesetzt werden? Auf diese Weise können wir neue Sichtweisen auf Geografien eröffnen, um neue Räume der Kommunikation und des kulturellen Austausches für eine bessere und nachhaltigere Zukunft zu schaffen“

Irfan Hošić für/ for KRAK Center for Contemporary Culture, Bihać